Wall Street: Geld schläft nicht

Drama | USA 2010 | 134 Minuten

Regie: Oliver Stone

Weiterführung des Films "Wall Street" (1987) von Oliver Stone, in der es erneut um die Perversionen des Finanzmarkts sowie den Lebensstil einer hedonistischen Oberschicht geht. Ein alternder Finanzhai will es nach acht Jahren im Gefängnis wegen Insider-Handels seinen ehemaligen Kollegen heimzahlen; ein junger Broker tut sich mit ihm zusammen, um den Tod seines Mentors zu rächen. Während der Film in seinen Milieuzeichnungen als Satire auf die Amoral des enthemmten Kapitalismus unterhält, überkompensiert Stone seine spürbare Lust am Laster mit einer platt moralisierenden Rachegeschichte. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
WALL STREET: MONEY NEVER SLEEPS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2010
Regie
Oliver Stone
Buch
Allan Loeb
Kamera
Rodrigo Prieto
Musik
Craig Armstrong
Schnitt
David Brenner · Julie Monroe
Darsteller
Michael Douglas (Gordon Gekko) · Shia LaBeouf (Jake Moore) · Josh Brolin (Bretton James) · Carey Mulligan (Winnie Gekko) · Eli Wallach (Jules Steinhardt)
Länge
134 Minuten
Kinostart
21.10.2010
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama
Diskussion
„Wall Street“ (fd 26 649) war 1987 der ultimative Film zur seinerzeit neuen Finanzwelt, jenem neokonservativen Kapitalismus-Modell, das Maggie Thatcher und Ronald Reagan hoffähig machten und das dem „alten“ Kapitalismus Kontinentaleuropas den Kampf ansagte. Rendite wurde mit einem Mal wichtiger als die Produktion; die alten Patriarchen machten jungen Brokern und Yuppies Platz, die offen propagierten, was ihre Vorgänger nicht einmal zu denken wagten: „Gier ist gut!“ „Wall Street“, einer der besten Filme in Oliver Stones facettenreichem Œuvre, war ein repräsentativer Film dieser Dekade: Michael Douglas als sardonisch-schurkischer, zugleich charmant-faszinierender Finanzhai Gordon Gekko repräsentierte einen prophetischen Charakter, der in vielem stilbildend wurde, und das nicht selten gegen die Intentionen seines Regisseurs: Die jungen Broker der 1990er-Jahre ahmten seine Hosenträger wie seine Sprüche nach. Prophetisch war aber auch manche Analyse des Finanzmarkts, die der Film im Aphor

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren