Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben

- | Thailand/Großbritannien/Frankreich/Deutschland/Spanien/Niederlande 2010 | 113 Minuten

Regie: Apichatpong Weerasethakul

Ein Mann, der an akutem Nierenversagen leidet, bereitet sich in Anwesenheit von Familie und Freunden auf den Tod vor, wobei auch früher verstorbene Menschen in anderer Gestalt an dem Abschied teilnehmen. In langen statischen Einstellungen beschreibt der atmosphärisch dichte Film eine Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und den Vorstellungen von dem, was danach kommt. Rätselhaft, aber ohne sich in einem diffusen Mystizismus zu verlieren, surreal und doch konkret in seinen Bildern, entfaltet der Film einen spannenden Reflexionsraum über die Grenzen der menschlichen Existenz. (O.m.d.U.) - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LOONG BOONMEE RALEUK CHAT
Produktionsland
Thailand/Großbritannien/Frankreich/Deutschland/Spanien/Niederlande
Produktionsjahr
2010
Regie
Apichatpong Weerasethakul
Buch
Apichatpong Weerasethakul
Kamera
Yukontorn Mingmongkon · Sayombhu Mukdeeprom · Charin Pengpanich
Schnitt
Lee Chatametikool
Darsteller
Natthakarn Aphaiwonk (Huay (Boonmees Frau)) · Skada Kaewbuadee (Tong) · Geerasak Kulhong (Boonsong (Bonnmees Sohn)) · Jenjira Pongpas (Jen) · Thanapat Saisaymar (Onkel Boinmee)
Länge
113 Minuten
Kinostart
30.09.2010
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.

Diskussion
Ein Büffel in der Morgendämmerung, das Licht ist diffus, die Landschaft Nebel verhangen. Irgendwann reißt sich das Tier los und trabt über ein Feld, später steht es im Dickicht des Dschungels, es schaut, verharrt einen Moment lang. In der magischen Anfangssequenz des Films spürt man sofort, dass der Büffel mehr ist als nur ein Tier. Hier passiert etwas, das über das Greifbare hinaus geht, und dennoch ist alles in diesem Bild enthalten, alles ist sichtbar. Die Filme des thailändischen Regisseurs Apichatpong Weerasethakul sind für ihre offene, mäandernde Form bekannt, für ihre Zeitschleifen und Brüche. In „Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben“ zeichnet das Fließende, sich Transformierende nicht nur die Form aus, sondern auch Menschen und andere Wesen. Sie wechseln ihre Gestalt, verschwinden und tauchen wieder auf, a

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