Die Serpentintänzerin

Drama | Deutschland/Ungarn 1992 | 86 Minuten

Regie: Helmut Herbst

Im Jahr 1905 verliebt sich ein Filmemacher der ersten Stunde in eine Serpentintänzerin und zieht mit ihr über die Jahrmärkte, wobei sein Kinematograf langsam die traditionellen Schaugeschäfte verdrängt und damit auch ins verschachtelte Beziehungsgeflecht der Schausteller-Truppe eingreift. Ein wunderschön fotografierter, bis ins Detail akribisch rekonstruierter nostalgischer Blick zurück auf die Geburtsstunde des damals neuen Mediums Kino. Leider vernachlässigt er Dramaturgie und Schauspieler und baut somit zum Nachteil der Geschichte Distanz auf, wo emotionale Beteiligung wichtig gewesen wäre. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland/Ungarn
Produktionsjahr
1992
Regie
Helmut Herbst
Buch
István Kardos · Helmut Herbst
Kamera
Sándor Kardos · Lutz Garmsen
Musik
Claus Bantzer · László Berki
Schnitt
Renate Merck
Darsteller
Karina Fallenstein (Olga) · Ben Becker (Viktor) · Wolf-Dietrich Sprenger (Giovanni) · Eva Mattes (Bianca) · Otto Sander (Clemens Conrad)
Länge
86 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama
Diskussion
Der 18jährige Viktor hatte bisher immer nur seinen "neuen Kinematographen geliebt und sich von den Frauen ferngehalten". Als aber 1905 die Schaustellertruppe des Dr. Giovanni in seine ungarische Heimatstadt Vac (Waitzen) kommt, filmt er mit seiner Handkurbelkamera eher zufällig die in der Menge ausgelassen "mitschwimmende" Jahrmarktstänzerin Olga und verliebt sich in deren Abbild auf dem Zelluloid. Gegen den Rat seines Vaters, eines angesehenen Fotografen, schließt er sich mit seinen Kinogeräten der Truppe an, um seiner schönen, taubstummen Tänzerin, die mit ihrem Schleiertanz das Serpentinenritual des Jugendstils zelebriert, nahe zu sein. Sehr zum Ärger des Impresarios Dr. Giovanni, für den die neumodischen Geräte nur nach Öl und heißem Blech riechen und seinen "lebenden Attraktionen" nicht das Wasser reichen können. Aber sein Finanzier, Baron Bernsto

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