Essential Killing

Drama | Polen/Irland/Norwegen/Ungarn 2010 | 83 Minuten

Regie: Jerzy Skolimowski

Ein Taliban-Kämpfer wird von US-Einheiten gefangen genommen, gefoltert und in ein anonymes osteuropäisches Land verschleppt. Er kann fliehen und schlägt sich durch eine verschneite Landschaft. Ständig bedroht von einer lebensfeindlichen Natur und seinen Verfolgern, wird er seinerseits zur tödlichen Bedrohung für andere. Der Film beschreibt die Kette von Gewaltakten jenseits politischer Parteinahme phänomenologisch als Teil einer unheilvollen Eigendynamik. Dank seines präzisen Hauptdarstellers gelingen ihm ausdrucksstarke, weil nachhaltig verstörende Szenen, die das Fluchtdrama zur suggestiven Anklage gegen jede Form von Unmenschlichkeit machen. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
ESSENTIAL KILLING
Produktionsland
Polen/Irland/Norwegen/Ungarn
Produktionsjahr
2010
Regie
Jerzy Skolimowski
Buch
Ewa Piaskowska · Jerzy Skolimowski
Kamera
Adam Sikora
Schnitt
Réka Lemhényi
Darsteller
Vincent Gallo (Mohammed) · Emmanuelle Seigner (Margaret) · Zach Cohen (amerikanischer Unternehmer) · Iftach Ophier (amerikanischer Unternehmer) · Nicolai Cleve Broch (Hubschrauberpilot)
Länge
83 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Ascot/Elite (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt., dts dt.)
Verleih Blu-ray
Ascot/Elite (16:9, 1.85:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Neben Peters Weirs „The Way Back“ (Kritik in fd 13/11) liefert „Essential Killing“ von Jerzy Skolimowski einen weiteren aktuellen Beitrag zum Subgenre des politischen Fluchtdramas. Erzählt wird die Geschichte des Taliban-Kämpfers Mohammed, der in Afghanistan von US-Einheiten gefangen genommen und gefoltert, mit einem Militärtransport in ein anonymes osteuropäisches Land gebracht wird, dort fliehen kann und eine Schneise der Zerstörung hinter sich lässt. Trotz partieller Erfolge und der Hilfeleistung durch eine Frau endet seine Flucht in einer Sackgasse. Eine echte Chance hatte er wohl nie. Was „Essential Killing“ gegenüber „The Way Back“ qualifiziert, ist vor allem die Ambivalenz seiner moralischen und politischen Wertung. Während sich Weir an überholten Feindbildern des Kalten Kriegs abarbeitet, bleibt Skolimowskis

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