Eine offene Rechnung

Thriller | USA/Großbritannien/Ungarn 2011 | 113 Minuten

Regie: John Madden

Im Jahr 1966 werden drei israelische Mossad-Agenten nach Ost-Berlin geschleust, um einen ehemaligen KZ-Arzt zu entführen, der dort unbehelligt lebt. Obwohl die Aktion lange vorbereitet wurde, schlägt das Unternehmen fehl. Drei Jahrzehnte später tut sich plötzlich eine neue Chance auf, die Versäumnisse der Vergangenheit auszugleichen. Ein "altmodischer" Geheimdienstthriller, der das Handwerkliche betont, mit der Dauer von Vorgängen spielt und Montage wie Figurenperspektive nutzt, um Spannung zu erzeugen. Auch die Verschränkung der Zeitebenen ist einfach, aber enorm effektiv; insgesamt tendiert der hochkarätig besetzte Agententhriller zum psychologischen Kammerspiel. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE DEBT
Produktionsland
USA/Großbritannien/Ungarn
Produktionsjahr
2011
Regie
John Madden
Buch
Matthew Vaughn · Jane Goldman · Peter Straughan
Kamera
Ben Davis
Musik
Thomas Newman
Schnitt
Alexander Berner
Darsteller
Helen Mirren (Rachel Singer) · Sam Worthington (junger David) · Jessica Chastain (junge Rachel) · Jesper Christensen (Vogel) · Marton Csokas (junger Stefan)
Länge
113 Minuten
Kinostart
22.09.2011
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Thriller | Spionagefilm

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und des Produzenten Kris Thykier.

Verleih DVD
Universal (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Universal (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl., dts dt.)
DVD kaufen

Diskussion
„Eine offene Rechnung“ ist das Remake des israelischen Spielfilms „Ha-Hov“ (2007), der hierzulande unter dem Titel „Der Preis der Vergeltung“ im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Darin geht um die Identifikation und Entführung eines NS-Täters, der sich in Ost-Berlin als Gynäkologe unter anderem Namen eine neue Identität aufgebaut hat. Angelehnt an die Eichmann-Entführung, erzählt der Film eine heroische Geschichte, der unter der Hand der Heroismus ausgetrieben wird. Als „Spionagethriller“, wie in der deutsche Verleih apostrophiert, sollte man das Remake von John Madden („Shakespeare in Love“, fd 33 570) jedoch nicht bezeichnen, eher schon als den Nachzügler eines „Geheimdienstthrillers“. Nur sehr bedingt handelt es sich hierbei um Wissenstransfer auf der elementaren Ebene, sondern ganz handfest um die ausführliche, sehr geduldige Schilderung der Vorbereitungen zu einer Entführung während des Kalten Kriegs, deren Scheitern und

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto

Kommentieren