Paradies: Hoffnung

Drama | Österreich/Deutschland/Frankreich 2012 | 92 (24 B./sec.)/88 (25 B./sec.) Minuten

Regie: Ulrich Seidl

Eine introvertiert-verschlossene, übergewichtige 13-jährige Schülerin nimmt zusammen mit anderen Jugendlichen in den Sommerferien an einem „Diätcamp“ teil. Der Drill hindert die Teenager nicht daran, hinter dem Rücken der Trainer Spaß miteinander zu haben, doch als sich das Mädchen in den betreuenden Diätarzt verliebt, droht ihr Enttäuschung. Der abschließende Film von Ulrich Seidls "Paradies"-Trilogie erzählt von weiblichen Sehnsüchten und Lebensumständen, die diese zum Scheitern verurteilen, wobei der Blick auf eine Heranwachsende auch hoffnungsvolle Töne ins Spiel bringt. Mit lakonischem, gegenüber den jungen Protagonisten aber nie bösem Humor spießt der Film gesellschaftliche Disziplinierungsversuche und restriktive Körperbilder auf. (Kinotipp der katholischen Filmkritik) - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
PARADIES: HOFFNUNG
Produktionsland
Österreich/Deutschland/Frankreich
Produktionsjahr
2012
Regie
Ulrich Seidl
Buch
Ulrich Seidl · Veronika Franz
Kamera
Edward Lachman · Wolfgang Thaler
Schnitt
Christof Schertenleib
Darsteller
Melanie Lenz (Melanie) · Joseph Lorenz (Arzt) · Michael Thomas (Sporttrainer) · Verena Lehbauer (Verena) · Vivian Bartsch (Ernährungsberaterin)
Länge
92 (24 B.
sec.)
88 (25 B.
sec.) Minuten
Kinostart
16.05.2013
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Die Standardausgabe (DVD & BD) enthält keine erwähnenswerten Extras. Die Box enthält die drei DVDs der Trilogie in einer Umverpackung, wobei die Veröffentlichungen aus Österreich (Hoanzl) hochwertiger verpackt sind. Die Boxen enthalten zudem ein Booklet zur Trilogie sowie eine Bonus-DVD. Die darin enthaltenen Extras beinhalten u.a. ein Interview mit dem Regisseur (21 Min.) sowie in den Filmen nicht enthaltene Szenen (21 Min.).

Verleih DVD
Neue Visionen (16:9, 1.85:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Neue Visionen (16:9, 1.85:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Ulrich Seidls Filme verdanken ihre Kraft dem kompromisslosen Erkenntnisdrang ihres Regisseurs und dessen Vermögen, auf unerwartete Situationen beim Dreh spontan zu reagieren. Wenigen anderen Filmemachern gelingt es wie Seidl, Profischauspieler und Laien zu einem so eindringlichen Zusammenspiel zu bewegen. Die Geschichten, die der Österreicher erzählt, ergeben sich nicht etwa aus einem sklavisch befolgten Script, sondern aus den Reibungen des Drehs. In Seidls Improvisationstalent liegt auch der Grund, warum der Regisseur drei „Paradies“-Filme ins Kino gebracht hat. Zunächst für einen Film konzipiert, begannen die drei Erzählstränge ihr Eigenleben zu führen, sprengten den ursprünglich vorgegebenen Rahmen und wurden dann separat ins Kino gebracht. Das Thema weiblicher Sehnsucht verbindet sie, eine Fortsetzungsgeschichte erzählen sie aber nicht. „Paradies: Hof

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