Rico, Oskar und die Tieferschatten

Kinderfilm | Deutschland 2014 | 95 Minuten

Regie: Neele Leana Vollmar

Ein zehnjähriger, langsamer als andere Kinder denkender Junge, der mit seiner alleinerziehenden Mutter in einem Mietshaus in Berlin-Kreuzberg lebt, weiß mit seiner Benachteiligung umzugehen und hat recht kreative Lösungen entwickelt, um sich im Alltag zurechtzufinden. In einem hochintelligenten Gleichaltrigen findet er den langersehnten Freund, doch als ein mysteriöser Kindesentführer zuschlägt, muss er über sich hinauswachsen. Fulminante Mischung aus Kriminalkomödie, Milieuschilderung und Gesellschaftskritik, die den Sprachwitz und entlarvenden Humor der Romanvorlage kongenial in intelligentes Unterhaltungskino umwandelt. - Sehenswert ab 8.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2014
Regie
Neele Leana Vollmar
Buch
Christian Lerch · Neele Leana Vollmar · Andreas Bradler · Klaus Döring
Kamera
Torsten Breuer
Musik
Oliver Thiede
Schnitt
Bernd Schlegel
Darsteller
Anton Petzold (Rico Doretti) · Juri Winkler (Oskar) · Karoline Herfurth (Tanja Doretti) · Ronald Zehrfeld (Herr Bühl) · Ursela Monn (Frau Dahling)
Länge
95 Minuten
Kinostart
10.07.2014
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 8.
Genre
Kinderfilm

Heimkino

BD und DVD enthalten eine Audiodeskription für Sehbehinderte.

Verleih DVD
Fox (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Fox (16:9, 1.78:1, dts-HD dt.)
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Wenn es hochbegabte Menschen gibt, dann muss es auch das Gegenteil davon geben: „tiefbegabte“ Menschen. So jedenfalls lautet die Logik des etwa zehnjährigen Rico, der sich gerne als „tiefbegabtes Kind“ vorstellt und offen dazu steht, dass ihm manchmal die Gedanken wie Bingo-Kugeln aus dem Kopf fallen. - Eine Kritik von Marguerite Seidel, FILMDIENST 14/2014.

Diskussion
Wenn es hochbegabte Menschen gibt, dann muss es auch das Gegenteil davon geben: „tiefbegabte“ Menschen. So jedenfalls lautet die Logik des etwa zehnjährigen Rico, der sich gerne als „tiefbegabtes Kind“ vorstellt und offen dazu steht, dass ihm manchmal die Gedanken wie Bingo-Kugeln aus dem Kopf fallen. Rechts und links unterscheiden, sich den Weg zum Supermarkt um die Ecke des heimischen Mietshauses in der Dieffenbachstraße 93 in Berlin-Kreuzberg merken, verstehen, wie eine gekochte Nudel auf den Bürgersteig geraten ist – das sind typische Herausforderungen, vor denen Rico Tag für Tag steht. Nachbar Fitzke nennt ihn deshalb einen Schwachkopf, und auch die dreisten Zwillinge aus dem Dachgeschoss hacken mit Vorliebe auf Rico herum. Dass Rico langsamer als andere denkt, macht ihn freilich nicht zum einfach gestrickten Antihelden, den man besonders wegen seiner Schwächen ins Her

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