Drama | Deutschland 2014 | 96 Minuten

Regie: Christian Bach

Der erwachsene Sohn eines gefeierten Architekten fühlt sich für seine Mutter und seine kleine Schwester verpflichtet, als sein Vater mit der Diagnose „Schizophrenie“ in die Psychiatrie eingewiesen wird. Doch auch nach dessen Entlassung schafft er nicht den Absprung in ein eigenes Leben, weil die Angst vor dem nächsten Ausbruch des Vaters alle lähmt. Ein glaubwürdiger, überzeugend ausbalancierter Debütfilm. Das herausragend gespielte Drama besitzt Drive, tragische Tiefe, Witz und jede Menge Energie, und die leichthändige Inszenierung ist stets der Schwere des Themas gewachsen, das weder reißerisch noch verharmlosend behandelt wird. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2014
Regie
Christian Bach
Buch
Christian Bach
Kamera
Hans Fromm
Musik
Lorenz Dangel
Schnitt
Max Fey
Darsteller
Tobias Moretti (Hans Dallinger) · Jonas Nay (Simon Dallinger) · Stephanie Japp (Elli Dallinger) · Hanna Plaß (Verena) · Ella Frey (Maja Dallinger)
Länge
96 Minuten
Kinostart
09.10.2014
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama
Diskussion
„Geht es dir jetzt wieder besser?“, fragt die kleine achtjährige Maja ihren Vater Hans, als dieser aus der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie nach Hause zurückkommt. Das Mädchen umarmt ihn stürmisch, was der Vater mit hängenden Armen über sich ergehen lässt. Schließlich streicht er der Kleinen über den Kopf: „Wer sagt denn, dass es mir schlecht geht?“ Hans war ein gefeierter Architekt, ehe ihn seine Kollegen wegen seines immer untragbareren Verfolgungswahns aus der Firma warfen: Die Büroräume wollte er zum Schutz vor Spionen mit Goldfolie auskleiden. Seitdem arbeitet er freischaffend von zu Hause, nimmt an Ausschreibungen teil, erhält aber keine Aufträge mehr. Hans leidet an einer Form paranoider Schizophrenie. Beim letzten psychotischen Schub riss er den Nachbarn die Satellitenschüs

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