Drama | Italien/Frankreich/Schweiz/Großbritannien 2015 | 124 Minuten

Regie: Paolo Sorrentino

Ein alternder Komponist hat sich mit seiner Tochter und seinem besten Freund in einen Schweizer Wellness-Tempel zurückgezogen. Als er vor der englischen Königin sein berühmtestes Stück dirigieren soll, weigert er sich, auf die Bühne zurückzukehren. In opulenten Bildern fächert der multiperspektivisch erzählte Film die Handlung in erlesenen Schlaglichtern auf das Altern und die Akzeptanz des Vergänglichen auf. In die Schaffens-, Beziehungs- und Lebenskrisen mischen sich irrwitzige (Alb-)Träume und zutiefst menschliche Realitäten, wobei der szenisch mäandernde, barock ausladende Erzählbogen stets souverän die Balance zwischen Genialität, Genie und Kitsch wahrt. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
YOUTH
Produktionsland
Italien/Frankreich/Schweiz/Großbritannien
Produktionsjahr
2015
Regie
Paolo Sorrentino
Buch
Paolo Sorrentino
Kamera
Luca Bigazzi
Musik
David Lang
Schnitt
Cristiano Travaglioli
Darsteller
Michael Caine (Fred Ballinger) · Harvey Keitel (Mick Boyle) · Rachel Weisz (Lena Ballinger) · Paul Dano (Jimmy Tree) · Jane Fonda (Brenda Morel)
Länge
124 Minuten
Kinostart
26.11.2015
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama
Diskussion
„I’m falling to pieces“, singt die Sängerin Sia zu den aus dem Fernseher dröhnenden Beats von David Guetta. Dazu tanzt ein vom Bildschirm erleuchtetes und vom Fenster gerahmtes Mädchen eine nur ihm bekannte Choreografie, wobei sie den schmalen Oberkörper so voller Kraft nach links und rechts schmeißt, dass ihr hinter den Segelohren mitwippender Zopf kaum nachkommt. Die Hotelgäste, deren faltige Haut die junge Masseurin tagsüber durchwalkt, sitzen abends lieber um eine erleuchtete Drehbühne herum, auf der eine Band zu Beginn des Films eine treibende Version von „You Got the Love“ performt. In dem an Thomas Manns „Der Zauberberg“-Refugium erinnernden Wellnesshotel inmitten der Schweizer Alpen sind die Gäste nur noch Zuschauer. Ihnen bietet die Musik keinen ekstatischen Moment der Teilhabe mehr – und mit der Jugend scheint ihnen auch die Liebe abhandengekommen zu sein. Wenn hier noch um etwas gekämpft wird, dann sind das Erinnerungen an das, was einst war und woran man vielleicht wieder anknüpfen könnte. Das trifft ebenso auf den US- Schauspiele

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