Drama | Dänemark 2016 | 112 Minuten

Regie: Thomas Vinterberg

Ein dänischer Architekt lässt sich in den 1970er-Jahren von seiner Ehefrau dazu überreden, mit anderen und ihrer gemeinsamen Tochter in einer ererbten Villa als eine Art Wohn- und Lebensgemeinschaft zusammenzuleben. Als er sich in eine Studentin verliebt, stellt dies das ohnehin kriselnde Zusammenleben vor wachsende Probleme. Der nostalgisch getönte Film will die linken Gesellschaftsexperimente nicht lächerlich machen, verwandelt den utopischen Aufbruch jener Jahre aber in ein schales Ausstattungsstück, in dem der revolutionäre Zeitgeist auf eine Variante des bürgerlichen Ehedramas schrumpft. In der weiblichen Hauptrolle grandios gespielt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
KOLLEKTIVET
Produktionsland
Dänemark
Produktionsjahr
2016
Regie
Thomas Vinterberg
Buch
Thomas Vinterberg · Tobias Lindholm
Kamera
Jesper Tøffner
Musik
Fons Merkies
Schnitt
Anne Østerud · Janus Billeskov Jansen
Darsteller
Trine Dyrholm (Anna) · Ulrich Thomsen (Erik) · Helene Reingaard Neumann (Emma) · Martha Sofie Wallstrøm Hansen (Freja) · Lars Ranthe (Ole)
Länge
112 Minuten
Kinostart
21.04.2016
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Prokino (16:9, 2.35:1, DD5.1 dän./dt.)
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Nostalgisch getönter Blick auf die linken Gesellschaftsexperimente der 1970er-Jahre von Thomas Vinterberg

Diskussion
Mitte der 1970er-Jahre in Kopenhagen. Der Architekt und Hochschuldozent Erik erbt eine große Villa in einem Nobelviertel. Für seine Kleinfamilie mit Anna, die als Nachrichtensprecherin beim dänischen Fernsehen arbeitet, und der 14-jährigen Tochter Freja ist das Anwesen viel zu groß. Erik will das Erbe möglichst schnell verkaufen, doch Anna hat eine Fantasie. Was, wenn man mit ein paar Freunden und Bekannten den „Terrorzusammenhang“ der Kleinfamilie hinter sich ließe und eine neue, interessantere, dynamischere Form des Zusammenlebens ausprobieren würde? Nach anfänglichem Zögern lässt sich Erik auf das Experiment ein, das indirekt auch eine Kritik an seiner Qualität als Partner ist, und gemeinsam beginnt die Suche nach Mitstreitern, bis eine bunte Truppe mit ganz unterschiedlichen Lebensentwürfen beisammen ist: Freaks, Zwangsneurotiker, Flippige, gerne mit internationalem Background und Geldsorgen – und ein sehr krankes Kind. Regisseur Thomas Vinterberg hat nach eigenen Angaben seine Jugend in einer Kommune verbracht. „Im Rückblick“, schreibt er in einem Statement zum Film, „ist diese Zeit voller goldener Erinnerungen und absurder Momente. (...) Auch wenn die Kommune aus lauter gebildeten Mensch

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