Ich, Daniel Blake

Drama | Großbritannien/Frankreich 2016 | 101 Minuten

Regie: Ken Loach

Ein 59-jähriger britischer Zimmermann erleidet kurz vor dem Rentenalter einen leichten Herzinfarkt und ist erstmals in seinem Leben auf staatliche Hilfe angewiesen. Beim Kampf mit Anträgen und Formularen lernt er eine alleinerziehende Mutter kennen, die ähnlich erniedrigende Erfahrungen mit der Bürokratie gemacht hat. Trotz komödiantischer Töne liegt die Stärke der Inszenierung im politischen Zorn, mit dem Regisseur Ken Loach die Herzlosigkeit der verwalteten Welt auf den Deregulierungswahn der Neokonservativen zurückführt. Biblische Anklänge in der Passionsgeschichte des Handwerkers sind dabei nicht zu übersehen. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
I, DANIEL BLAKE | MOI, DANIEL BLAKE
Produktionsland
Großbritannien/Frankreich
Produktionsjahr
2016
Regie
Ken Loach
Buch
Paul Laverty
Kamera
Robbie Ryan
Musik
George Fenton
Schnitt
Jonathan Morris
Darsteller
Dave Johns (Daniel Blake) · Hayley Squires (Katie) · Micky McGregor (Ivan) · Dylan McKiernan (Dylan) · Sharon Percy (Sheila)
Länge
101 Minuten
Kinostart
24.11.2016
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama
Diskussion
Der britische Regisseur Ken Loach erzählt von einem verwitweten Zimmermann aus Newcastle im Nordosten Englands. Daniel Blake kommt bald ins Rentenalter; kürzlich hat er einen leichten Herzinfarkt erlitten. Er kann und möchte wieder arbeiten, doch einen legalen Job zu bekommen, erweist sich aus formalen Gründen als überaus schwer. Mit viel Interesse am Detail lässt der Film an Daniels Kampf mit den Behörden teilhaben, der ungeachtet seiner Realitätshaltigkeit zunehmend absurde Züge trägt. Daniel braucht zwei behördliche Bescheinigungen, doch Arbeitsamt und Gesundheitsbehörde wollen ihm die eine ohne die andere nicht ausstellen, womit sie sich gegenseitig lahmlegen; der alte Mann fällt durchs Netz der Vorschriften ins Bodenlose. Es ist ein aussichtsloser Kampf mit einer staatlichen Hydra, der zusätzl

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