Die Tänzerin (2016)

Biopic | Frankreich/Belgien/Tschechien 2016 | 112 Minuten

Regie: Stéphanie Di Giusto

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt die Amerikanerin Loïe Fuller (1862-1928) den Serpentinentanz und steigt in Frankreich zum Star der Belle Époque auf. Für ihre kunstvollen Bühnenauftritte beutet sie ihre Kräfte bis zur Erschöpfung aus, was ebenso seinen Tribut fordert wie ihre Furcht vor dem gesellschaftlichen Umgang und ihr unglückliches Privatleben. Hervorragend inszenierte und gespielte Filmbiografie, die die bahnbrechenden Choreografien visuell virtuos in die heutige Zeit überführt. Das einfühlsame Porträt interpretiert das Leben der Tänzerin stimmig als Ausdruck der Emanzipation gegen eine gewaltsame Umwelt. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LA DANSEUSE
Produktionsland
Frankreich/Belgien/Tschechien
Produktionsjahr
2016
Regie
Stéphanie Di Giusto
Buch
Stéphanie Di Giusto · Sarah Thibau · Thomas Bidegain
Kamera
Benoît Debie
Schnitt
Géraldine Mangenot
Darsteller
Soko (Loïe Fuller) · Gaspard Ulliel (Louis Dorsay) · Lily-Rose Depp (Isadora Duncan) · Mélanie Thierry (Gabrielle) · François Damiens (Marchand)
Länge
112 Minuten
Kinostart
03.11.2016
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Biopic | Drama

Bildmächtige Filmbiografie der legendären Tänzerin Loïe Fuller (Soko)

Diskussion
Elegant flattern die weichen Stoffe durch die Luft, bauschen sich auf, sinken zusammen und wirbeln rasend schnell herum, bis die Urheberin all dieser Spiralen kaum noch sichtbar ist. Eingehüllt in ein Meer von Seide, die Spannweite der Arme durch Stäbe vergrößert, lässt die Tänzerin ihr riesiges Kostüm um sich kreisen, wobei sie ihre Bewegungen permanent variiert. Der von der US-Amerikanerin Loïe Fuller entwickelte Serpentinentanz war in den 1890er-Jahren eine Sensation; wie sehr, kann man an seiner Reizwirkung auf die Pioniere des Kinos ermessen: Der Tanz war schon 1895/96 in den Filmprogrammen der Brüder Lumière und der Brüder Skladanowsky eine unverzichtbare Attraktion. Nicht unbedingt selbstverständlich ist, dass sich seine Wirkungsmacht auch heute noch vermittelt – die Leistung der Französin Stéph

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