Kundschafter des Friedens

Actionfilm | Deutschland 2016 | 93 Minuten

Regie: Robert Thalheim

Als in einer früheren Sowjetrepublik ein Politiker entführt wird, rekrutiert der BND vier ehemalige DDR-Spione im Rentenalter, die sich in dem Land bestens auskennen, bald aber erkennen müssen, dass sie und die Welt sich seit ihrer Wirkungszeit sehr verändert haben. Amüsante, sanft ironische Komödie, die ihren Humor aus dem Gefälle von Anspruch und Wirklichkeit der Senioren bezieht. Anspielungen auf Spionagefilme der 1960er- und 1970er-Jahre sowie spielfreudige Darsteller sorgen für angenehme Unterhaltung, die unterschwellig die gravierenden Veränderungen für die Ostdeutschen durch die Wiedervereinigung verhandelt.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2016
Regie
Robert Thalheim
Buch
Robert Thalheim · Oliver Ziegenbalg
Kamera
Henner Besuch
Schnitt
Stefan Kobe
Darsteller
Henry Hübchen (Jochen Falk) · Michael Gwisdek (Jaecki) · Antje Traue (Paula Kern) · Jürgen Prochnow (Kern) · Thomas Thieme (Locke)
Länge
93 Minuten
Kinostart
26.01.2017
Fsk
ab 12; f
Genre
Actionfilm | Komödie | Thriller
Diskussion
„Kundschafter des Friedens“: Welcher freche Euphemismus für eine Tätigkeit, die eigentlich das Gegenteil meint! In der DDR nannte man so Agenten, die im Ausland spionierten oder im Inland den Ausländern auf die Finger schauten. Das signalisiert eine saubere Arbeit und verbirgt gleichzeitig, dass es in der DDR so etwas wie Spione (und mit ihnen Attentate, Verschwörungen oder Putsche) gegeben haben könnte. Sprache verschleiert, aber wer würde Günter Guillaume, der 1974 den Rücktritt von Willy Brandt verschuldete, ernsthaft als „Kundschafter des Friedens“ bezeichnen wollen? In der DDR aber gab es Spione, sie leben noch, und sie werden noch gebraucht, und das ist

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