Drama | Deutschland/Norwegen 2017 | 86 Minuten

Regie: Thomas Arslan

Ein verschlossener Eigenbrötler gerät in eine Krise, als er erkennen muss, dass er nicht jedes Geschehen steuern kann. Um sich seinem 14-jährigen Sohn, der bei der Ex-Frau aufwächst, anzunähern, reist er mit ihm zur Beerdigung seines eigenen Vaters nach Norwegen. Eine beklemmende Vater-Sohn-Geschichte, mittels prägnanter, kontrastreicher Ellipsen als existenzialistisches Road Movie gestaltet. Hinter der zurückhaltend eingesetzten Symbolik offenbaren sich subtil die Gefühlswelten der beiden großartig gespielten Protagonisten, deren Bereitschaft zum gegenseitigen Kontakt mehr und mehr von destruktiven Gefühlen aufgezehrt wird.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland/Norwegen
Produktionsjahr
2017
Regie
Thomas Arslan
Buch
Thomas Arslan
Kamera
Reinhold Vorschneider
Schnitt
Reinaldo Pinto Almeida
Darsteller
Georg Friedrich (Michael) · Tristan Göbel (Luis) · Marie Leuenberger (Leyla) · Hanna Karlberg (Cecilia)
Länge
86 Minuten
Kinostart
10.08.2017
Fsk
ab 0; f
Genre
Drama
Diskussion
Ein Vater und sein Sohn reisen nach Norwegen, um den Großvater zu beerdigen. Als sie in dessen Haus ankommen, entspinnt sich ein kurzer Dialog, der ihr angespanntes Verhältnis verdeutlicht. So will der 14-jährige Luis wissen, warum sein Großvater allein in Norwegen lebte, und Vater Michael ringt sich ab: „Der war schon immer so, der war am liebsten alleine.“ Für Luis erklärt dies nichts, denn an einer Beziehung sind schließlich zwei Menschen beteiligt. So bohrt er weiter, fragt, weshalb der Vater den Großvater nie besucht habe, wobei er zugleich hofft, die Ursachen der jahrelangen Funkstille zu enträtseln, die auch zwischen ihm und seinem Vater seit der Trennung der Eltern herrschte. „Wir waren uns nicht sehr nahe“, lautet Michaels lapidare Begründung, was Luis zwangsläufig auf ihre eigene Bindung bezieht, da der Vater auch

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