Der traumhafte Weg

Drama | Deutschland/Großbritannien/Griechenland 2016 | 81 Minuten

Regie: Angela Schanelec

Nach gemeinsamen Sommertagen im Griechenland des Jahres 1984 entfremdet sich ein Liebespaar voneinander. Während die junge Deutsche Lehrerin und Mutter wird und nach Berlin zieht, bricht der drogenabhängige junge Engländer unter der seelischen Last zusammen, dass er gemeinsam mit seinem Vater das Leben der im Koma liegenden Mutter beendete. Derweil bemüht sich eine Schauspielerin in Berlin um die Trennung von ihrem Lebensgefährten. Ein betont „verschlossen“ erzählter, im guten Sinne anstrengender Spielfilm, konstruiert als schwebendes Mobile aus Einzelmomenten, die genaues Hinsehen erfordern, um den Erzählungen auf die Spur zu kommen. In seinem faszinierend kargen und strengen Minimalismus erinnert er mitunter an Werke von Robert Bresson und Jean-Luc Godard, fordert dabei ebenso konsequent wie sie dazu auf, sich auf das Abenteuer des Sehens und des Nachdenkens einzulassen. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland/Großbritannien/Griechenland
Produktionsjahr
2016
Regie
Angela Schanelec
Buch
Angela Schanelec
Kamera
Reinhold Vorschneider
Schnitt
Angela Schanelec · Maja Tennstedt
Darsteller
Miriam Jakob (Theres) · Thorbjörn Björnsson (Kenneth) · Maren Eggert (Ariane) · Phil Hayes (David) · Anaïa Zapp (Fanny)
Länge
81 Minuten
Kinostart
27.04.2017
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama | Liebesfilm

Heimkino

Verleih DVD
Piffl (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt.)
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Angela Schanelecs Abenteuer des Sehens: Ein im guten Sinne anstrengender Film

Diskussion
Etwas geschieht, und etwas (davon) wird sichtbar. Ein junges Paar erklimmt mühevoll einen Anhang zu einem Platz. Oben angekommen, wird gemeinsam musiziert: „The Lion Sleeps Tonight“. Straßenmusik. Dann kommen andere junge Menschen hinzu, die ihrerseits eine Agenda haben. Ein Plakat wird ausgebreitet. Sommer 1984, der EU-Beitritt Griechenlands steht bevor und ist mit einigen Hoffnungen verbunden. Als der junge Mann, Kenneth, einen Anruf tätigt, erhält er eine Nachricht, die ihn zusammenbrechen lässt. Eine Beobachterin der Szene wird aufgeklärt, dass Kenneths Mutter einen Unfall erlitten habe. Kurz darauf kommt es zu einer erneuten Begegnung des Paares, diesmal in ihrer Heimatstadt. Eine gewisse Entfremdung ist nicht zu übersehen. Trotzdem werden Zukunftspläne geschmiedet. Jeder für sich. Die junge Frau, Theres, will Lehrerin werden, Griechisch und Latein. Angela Schanelecs „Der traumhafte Weg“

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