Jugendfilm | Deutschland 2017 | 120 Minuten

Regie: Bora Dagtekin

Die chaotische Klasse der Münchener Goethe-Gesamtschule steht kurz vor dem Abitur, als der Besuch eines Berufsinformationszentrums den Schülern jede Hoffnung auf ihr Weiterkommen nach dem ohnehin wackeligen Schulabschluss raubt. Ihr nicht minder unangepasster Lehrer muss ein letztes Mal ganze Aufbauarbeit leisten. Abschluss der brachialen Komödien-Trilogie „Fack ju Göhte“ als rasante Witz- und Gag-Folge, die mit schier unerschöpflicher Energie Kalauer mit subtiler Sprachakrobatik, derbe Zoten mit dramaturgisch raffinierten Szenenabläufen verbindet. Hinter dem über die Stränge schlagenden Erzählchaos offenbaren sich Ansätze eines sozialutopischen Märchens, das voller Vertrauen auf die selbstgeschaffene Zielgruppe an Freundschaft, Selbstbewusstsein, Mut und Zivilcourage appelliert.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Bora Dagtekin
Buch
Bora Dagtekin
Kamera
Markus Nestroy
Schnitt
Charles Ladmiral · Constantin von Seld
Darsteller
Elyas M'Barek (Zeki Müller) · Jella Haase (Chantal) · Sandra Hüller (Biggi Enzberger) · Katja Riemann (Gudrun Gerster) · Max von der Groeben (Danger)
Länge
120 Minuten
Kinostart
26.10.2017
Fsk
ab 12; f
Genre
Jugendfilm | Komödie
Diskussion
Zeki Müller is back! Zum dritten und letzten Mal steigt der wider Willen zum Lehrer an der Münchener Goethe-Gesamtschule avancierte Ex-Ganove in den Ring, um seinen Schülern aus der 11B beizustehen. Was bei ihm so klingt: „Sobald die kleinen Stinker Abi haben, bin ich weg!“ Nachdem ihn Kollegin und Geliebte Lisi Schnabelstedt verlassen hat, lümmelt er sich paschaartig in einer kuriosen Schülerinnen-Lehrer-WG, legt sich weiterhin renitent-geschmeidig mit Schulleiterin Gerster an und gibt sich gewohnt kratzbürstig. Auf der Schultoilette pinkelt er in ein Pissoir, das genau auf dem Mund eines übergroß an die Wand geklebten Donald-Trump-Gesichts positioniert ist, was ebenso als politischer Seitenhieb ins erzählerische Chaos eingeschoben wurde wie Gersters Panik vor einer Versetzung ins angeblich AfD-„verseuchte“ Brandenburg. Ansonsten gibt Müller vorrangig den coolen Quertreib

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