Der Mann aus dem Eis

Drama | Deutschland/Italien/Österreich 2017 | 96 Minuten

Regie: Felix Randau

Als während der Jungsteinzeit ein Jäger aus den Ötztaler Alpen vom Fallenstellen nach Hause zurückkehrt, findet er seine Sippe ermordet vor und den heiligen Schrein der Siedlung entwendet. Getrieben von Wut und Hass, verfolgt er zusammen mit einem Säugling und einer Ziege die Mörder, deren Spuren ins Hochgebirge führen. Dabei setzt ihm nicht nur die erbarmungslose Natur zu, ebenso quält ihn die Frage, ob er seiner Wut ungezügelt nachgeben darf. Das actionreiche, nahezu dialogfreie Urzeit-Drama fiktionalisiert geschickt die Erkenntnisse aus dem Fund der „Ötzi“-Mumie, überspannt aber den Bogen und gerät in Bildsprache und Musik bisweilen arg bombastisch. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
ICEMAN
Produktionsland
Deutschland/Italien/Österreich
Produktionsjahr
2017
Regie
Felix Randau
Buch
Felix Randau
Kamera
Jakub Bejnarowicz
Musik
Beat Solèr
Schnitt
Vessela Martschewski
Darsteller
Jürgen Vogel (Kelab) · André M. Hennicke (Krant) · Sabin Tambrea (Tasar) · Susanne Wuest (Kisis) · Martin August Schneider (Gosar)
Länge
96 Minuten
Kinostart
30.11.2017
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama

Actionsreiche Fiktionalisierung der letzten Tage des Ötzi in der Jungsteinzeit

Diskussion

Ötzis Zähne waren bekanntlich schlecht: Karies, Parodontitis, ein verfärbter Frontzahn. Das Gebiss von Jürgen Vogel strahlt eher (und das der übrigen Darsteller auch). Andererseits: Was wäre Jürgen Vogel ohne Zähne respektive ohne die charakteristische Lücke zwischen den beiden Frontzähnen? Am Ende blickt man doch lieber auf einigermaßen intakte denn kariös ruinierte Zahnreihen.

Künstlerische Freiheiten sind in Felix Randaus „Der Mann aus dem Eis“ nicht nur erlaubt, sondern unumgänglich. Seit dem Fund einer mehr als 5000 Jahre alten, gefriergetrockneten Mumie im Gletschereis der Ötztaler Alpen weiß man viel mehr über das Neolithikum. Aber eben lange noch nicht alles. Etwa, wie die Menschen in der Jungsteinzeit gespro

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