Star Wars: Die letzten Jedi

4K UHD. | USA 2017 | 150 Minuten

Regie: Rian Johnson

Der achte „Star Wars“-Teil erweist sich als würdige Fortschreibung der Weltraum-Saga: Das „First Order“-Regime unterjocht weiter die Galaxis und will die Rebellenbewegung um Prinzessin Leia vernichten. Derweil tut sich die junge Heldin Rey schwer damit, Luke Skywalker aus seinem Exil zu holen und ihn dazu zu gewinnen, das Erbe der Jedi weiterzugeben. Zwar wandelt der spektakuläre Science-Fiction- und Fantasy-Film motivisch und strukturell auf den Spuren von „Das Imperium schlägt zurück“ (1979), doch sein Zugriff auf das Franchise ist frisch und spannungsvoll. Jenseits spektakulärer Weltraum-Gefechte sorgt die Weiterentwicklung der Figuren für emotionale Höhepunkte mit vielen Zwischentönen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
STAR WARS: THE LAST JEDI
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2017
Regie
Rian Johnson
Buch
Rian Johnson
Kamera
Steve Yedlin
Musik
John Williams
Schnitt
Bob Ducsay
Darsteller
Mark Hamill (Luke Skywalker) · Carrie Fisher (Leia Organa) · Adam Driver (Kylo Ren) · Daisy Ridley (Rey) · John Boyega (Finn)
Länge
150 Minuten
Kinostart
14.12.2017
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
4K UHD. | Abenteuerfilm | Science-Fiction-Film

Heimkino

Die Standardausgabe (DVD) enthält keine erwähnenswerten Extras. Die anderen Editionen umfassen einen interessanten Audiokommentar von Regisseur Rian Johnson, der den Film auch mitgeschrieben hat und einen informativen Eindruck von den erzählerischen, technischen und sonstigen Herausforderungen seines Einstiegs ins Star Wars"-Universum liefert. Rian Johnson steht auch im Zentrum der Dokumentation „Der Regisseur und der Jedi“ (95 Min.), wobei neben ihm Produzent Ram Bergman, der auch Johnsons frühere Filme ermöglichte, eine gewichtige Rolle spielt. Der Film rollt als „Making of“ Johnsons Arbeit von der Vorproduktion bis zum Ende der Dreharbeiten auf und gibt Einblicke in die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Departments und den Schauspielern (nicht zuletzt zu "Luke Skywalker" Mark Hamill, der sich mit Johnsons Konzeption seiner Figur sehr schwertat). Außerdem umfasst das Bonusmaterial „Szenenanalysen“ (14 Min./6 Min./13 Min.), die Einblicke in die Entstehung dreier wichtiger Sequenzen geben (der anfänglichen Weltraumschlacht, des großen Auftritts von Erzschurke Snoke und der finalen Schlacht) und dabei u.a. das Visual Effects Team und die Sounddesigner zu Wort kommen lassen. Andy Serkis, der die schauspielerische Basis für die per Motion Capture zum Leben erweckte Figur des Snoke gelegt hat, bekommt außerdem zusätzlich ein Feature gewidmet, dass ihn als Snoke "in Natura" zeigt (6 Min.). Interessant ist außerdem die Featurette „Gleichgewicht der Macht“, 10 Min., in dem Rian Johnson seine Interpretation des philosophischen Konzepts der „Star Wars“-Reihe erläutert. Die Extras werden abgerundet durch ein vom Regisseur kommentiertes Feature mit 15 so im Film nicht verwendeten Szenen (21 Min.), inklusive eines alternativen Filmanfangs. Die 3D und die 4K UHD-Version enthalten keine zusätzlichen Extras, wohl aber die BD mit allen Features. Die 4K UHD hat neben einer überlegenen Farbbrillanz zudem mit Dolby Atmos die hochwertigste (allerdings nur englische) Tonspur. Alle BD-Editionen sind mit dem Silberling 2018 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Walt Disney (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Walt Disney (16:9, 2.35:1, DDPlus7.1 engl./dt.) 3D: Walt Disney (16:9, 2.35:1, dts-HDHR7.1 engl., DDPlus7.1 dt.) 4K UHD: Walt Disney (16:9, 2.35:1, Dolby_Atmos engl., DDPlus7.1 dt.)
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Diskussion

Er sei ein Kind mit einer Maske, sagt „First Order“-Anführer Snoke herablassend zu seinem Meisterschüler Kylo Ren. In dem schwarz gekleideten Ritter der dunklen Seite sieht er keinen neuen Darth Vader, sondern nur einen jungen Mann, der in sich zerrissener ist als zuvor. Was, wie so manches in Rian Johnsons „Star Wars: Die letzten Jedi“, überrascht: Hatte Kylo Ren nicht in „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ durch den Mord an Han Solo seine Ergebenheit für die dunkle Seite bewiesen?

Doch offensichtlich sind Snoke wie auch Regisseur Rian Johnson anderer Meinung: Selbst eine so monströse Tat wie der Vatermord besiegelt Kylos Schicksal nicht endgültig. Die helle Seite, die dunkle Seite – sie mögen konträre Prinzipien sein, doch das Prinzip „Menschenherz“ steht nicht fest, es ist zwiespältig und wandelbar. Kylo wird kurz danach frustriert seinen Helm schrottreif schlagen und fortan der Welt mit seinem für einen Superschurken zu weichen, zu beweglichen Gesicht gegenüber treten. Besteht noch Hoffnung, dass Ben Solo wieder zum Vorschein kommt, der Junge, der er einst war?

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