Drama | Deutschland 2017 | 108 Minuten

Regie: Chris Miera

Zwei Männer, die seit 13 Jahren als Paar zusammenleben, geraten in eine Beziehungskrise, als der erwachsen gewordene Sohn des einen auszieht. Die schleichende Leere und ihre unterschiedlichen Temperamente stellen die Zweisamkeit auf eine ernste Probe, doch Erinnerungen an ihr gemeinsames Leben drängen das Paar, seine Probleme anzugehen. Ein Beziehungsdrama ohne dramatische Zuspitzungen, aber mit vielen feinen Zwischentönen und Nuancen. Ein trotz kleinerer inszenatorischer Schwächen angenehm unprätentiöses Filmdebüt, das eine ungewöhnliche Intensität und Lebendigkeit ausstrahlt.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Chris Miera
Buch
Chris Miera · Philipp Österle
Kamera
Chris Miera
Schnitt
Mirko Scheel
Darsteller
Mike Hoffmann (Andreas Haller) · Mathis Reinhardt (Martin Winter) · Tom Böttcher (Max als Jugendlicher) · Cai Cohrs (Max als Kind) · Yvonne Döring (Julia Engel)
Länge
108 Minuten
Kinostart
11.01.2018
Fsk
ab 0; f
Genre
Drama
Diskussion
Es ist noch längst nicht alles erreicht. Trotz der „Ehe für alle“ müsste man schon in einer sehr hermetischen, liberal-emanzipatorischen Blase leben, um zu glauben, dass es in Deutschland keine Homophobie mehr gibt. Zwischen dem berüchtigten Paragraphen §175 StGB und den reformierten Bestimmungen des Paragraphen §1353 BGB hat sich enorm viel getan. Sonst wäre ein Film wie Chris Mieras „Ein Weg“ gar nicht denkbar. Und das nicht deshalb, weil das Drama provokativ an Tabus rütteln würde, sondern weil es ganz im Gegenteil so unaufgeregt und selbstverständlich von der Beziehung zwischen zwei Männern erzählt, dass das Geschlecht für die Geschichte kaum eine Rolle spielt. Damit ist über den Film schon viel gesagt. Denn er bewegt sich exakt in einer jener eingangs erwähnten Blasen, die in diesem Fall allerdings bewusst konzipiert ist. Miera und sein Drehbuchautor Philipp Österle kon

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