Drama | Niederlande/Belgien/Deutschland 2017 | 94 Minuten

Regie: Nanouk Leopold

Ein 15-jähriger Junge versucht seine knapp doppelt so alte Mutter aus ihrer Heroin-Abhängigkeit zu befreien und zum Entzug zu bewegen. Doch die erneut schwangere Frau will weder für sich noch für ihn Verantwortung übernehmen. Das im Rotlichtviertel von Rotterdam angesiedelte Jugenddrama fokussiert großteils in Naheinstellungen auf den Heranwachsenden, der sich zwischen kindlicher Sehnsucht und jugendlicher Entschlossenheit selbst überfordert. Der herausragend gespielte Film meidet alle Klischees und skizziert die wortlose Distanzlosigkeit einer außergewöhnlichen Mutter-Kind-Beziehung so komplex wie bisweilen auch recht schmerzhaft. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
COBAIN
Produktionsland
Niederlande/Belgien/Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Nanouk Leopold
Buch
Stienette Bosklopper
Kamera
Frank Van den Eeden
Musik
Harry de Wit
Schnitt
Katharina Wartena
Darsteller
Bas Keizer (Cobain) · Naomi Velissariou (Mia) · Wim Opbrouck (Wickmayer) · Dana Marineci (Adele) · Cosmina Stratan (Jadwiga)
Länge
94 Minuten
Kinostart
13.09.2018
Fsk
ab 16
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama | Jugendfilm
Diskussion

Melancholische Gitarrenriffs begleiten ein Spiel aus Licht und Farben, das immer stärker organische Form annimmt. Schließlich wird der Körper eines Neugeborenen sichtbar, hilflos und verletzlich in den Händen der Ärzte, die sofort wieder in der Unschärfe verschwinden. Die niederländische Regisseurin Nanouk Leopold setzt im Vorspann zu ihrem tief berührenden Jugenddrama „Cobain“ eine Szene an den Anfang, die für jeden Menschen die Basis aller Erfahrung bildet: der mütterliche Körper und die Entbindung von ihm. Für den 15-jährigen Protagonisten, eindringlich gespielt von Bas Keizer, ist die Loslösung von seiner Mutter allerdings ebenso unmöglich wie eine Beziehung zu ihr, denn Mia, die er zu keinem Zeitpunkt Mutter nennt, ist von Heroin

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