Avengers: Infinity War

Actionfilm | USA 2018 | 149 Minuten

Regie: Anthony Russo

Eine der mächtigsten Kreaturen des Universums geht daran, die so genannten Infinity-Steine zu erbeuten, um unbegrenzte Macht zu erlangen und das Universum mittels Massenvernichtung zurück ins "Gleichgewicht" zu bringen. Die Avengers, der Magier Stephen Strange und die Guardians of the Galaxy stellen sich diesen Plänen entgegen. In mehreren Gruppen tun sich die Helden zusammen, um die Infinity-Steine zu schützen. Kulminationspunkt des Marvel-Superhelden-Franchises, der unterschiedliche Figuren in einer bildgewaltigen Materialschlacht elegant zusammenführt und dabei trotz komödiantischer Elemente insgesamt einen grimmigeren Tonfall anschlägt als frühere Filme. Das turbulente pluralistische Beziehungsnetzwerk der Helden, die in alten und neuen Konstellationen zusammenkommen, konterkariert dabei den totalitären Anspruch ihres Gegenspielers, der sich als quasi-göttlicher Heilsbringer sieht. Der Film führt zum zehnjährigen Jubiläum des Marvel Cinematic Universe ebenso offene Handlungsstränge zusammen, wie er durch überraschende Wendungen komplett neue Weichen stellt.

Filmdaten

Originaltitel
AVENGERS: INFINITY WAR
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2018
Regie
Anthony Russo · Joe Russo
Buch
Christopher Markus · Stephen McFeely
Kamera
Trent Opaloch
Schnitt
Jeffrey Ford · Matthew Schmidt
Darsteller
Robert Downey jr. (Tony Stark / Iron Man) · Chris Hemsworth (Thor) · Mark Ruffalo (Bruce Banner / Hulk) · Chris Evans (Steve Rogers) · Scarlett Johansson (Natasha Romanoff / Black Widow)
Länge
149 Minuten
Kinostart
26.04.2018
Fsk
ab 12; f
Genre
Actionfilm | Comicverfilmung | Fantasyfilm
Diskussion

Weit über sieben Milliarden Menschen leben gegenwärtig auf der Erde. Im Jahr 2050 könnten es nach einer Prognose der Vereinten Nationen schon 9,8 Milliarden sein, 2100 dann 11,2 Milliarden. Das sind keine gute Aussichten für den Planeten: immer mehr Menschen produzieren immer mehr Abgase und Müll und konkurrieren um immer weniger Ressourcen. Das schreit nach Lösungsansätzen. Oder nach Bestrafungs-Angstlustfantasien.

Das Kino hat beides in einem parat. In den letzten Jahren sind in US-Mainstream-Filmen immer wieder Figuren aufgetaucht, die mit dem Wachstumsdebakel radikal aufräumen möchten. In „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ (fd 40 813) ist es ein marodierender Wissenschaftler, der einen Atomkrieg anzetteln, in „Inferno“ (fd 44 200) ein Terrorist, der die globale Dezimierung mit einem biologischen Superkampfstoff in Werk setzen will, und in „X-Men: Apocalypse“ (fd 43 917) ein Ur-Wesen, das mit geballten Mutanten-Kräften den Weg für eine neue Evolution frei zu machen versucht. Oder eine künstliche Intelligenz, die eigentlich zum Schutz der Erde erschaffen wurde, kommt zu dem Schluss, dass dies am besten durch die Vernichtung der Menschheit zu gewährleisten sei.

Letzteres war in „Avengers: Age of Ultron“ (fd 43 060) der Fall, einem der Höhepunkte der „Phase 2“ des Marvel Cinematic Universe (MCU), das vor zehn Jahren mit Jon Favreaus „Iron Man“ (fd 38 713) seinen Urknall erlebte. Seitdem ist das MUC unaufhörlich gewachs

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