Gangsterfilm | Deutschland 2018 | 103 Minuten

Regie: Detlev Buck

Zwei Berliner Kleinganoven haben schon als Kinder Leute abgezockt. Als sie sich nach Jahren wiedertreffen, hecken sie einen Falschgeld-Deal aus. Die wild wuchernde Gangstergroteske nach Motiven einer Erzählung von Ferdinand von Schirach verliert schnell den Überblick über die vielen Figuren und Erzählstränge. Dabei gehen nicht nur Logik und erzählerische Effizienz, sondern auch Witz und inhaltliche Stringenz verloren. Das darstellerische Potenzial des illustren Ensembles verpufft weitgehend ungenutzt, was auch der enorme visuelle Aufwand nicht ausgleichen kann. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2018
Regie
Detlev Buck
Buch
Constantin Lieb · Cüneyt Kaya · Detlev Buck
Kamera
Marc Achenbach
Musik
Bowen Liu · Pierre Baigorry · Torsten Reibold
Schnitt
Dirk Grau
Darsteller
Samuel Schneider (Atris) · Jannis Niewöhner (Frank) · Ella Rumpf (Marie) · Kida Khodr Ramadan (El Keitar) · Georg Friedrich (Ronny)
Länge
103 Minuten
Kinostart
30.08.2018
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Gangsterfilm | Komödie | Literaturverfilmung

Heimkino

Die Edition enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte.

Verleih DVD
Constantin (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Constantin (16:9, 2.35:1, dts-HDMA dt.)
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Diskussion
„Der Schlüssel“ heißt die Erzählung von Ferdinand von Schirach. Das ist so schlicht und schnörkellos wie von Schirachs Schreibstil. Der Anwalt, Strafverteidiger und Autor erzählt von den grauenvollsten Verbrechen in einer Nüchtern- und Knappheit, die frösteln lässt. Ganz anders Detlev Buck mit „Asphaltgorillas“. Nicht nur der Titel, auch fast alles andere ist auf dem Weg von der Erzählung zum Film verlorengegangen. Als da wären: Logik, erzählerische Effizienz, emotionale Involviertheit und auch der Witz. Denn in seiner sich zunehmend steigernden Abstrusität ist die Odyssee des eher simpel gestrickten Protagonisten Atris in der Erzählung ebenso zwingend wie komisch. Buck hatte auch nicht vor, den literarischen Text eins zu eins filmisch umzusetzen; „Asphaltgorillas“ ist „nach Motiven“ der Erzählung entstanden. Und dass man aus der unterkühlten, sehr klaren Geschicht

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