Drama | Deutschland 2018 | 122 Minuten

Regie: Oliver Haffner

Anfang der 1980er-Jahre plant die Bayerische Staatsregierung eine atomare Wiederaufbereitungsanlage in der Oberpfalz. Doch der Landrat von Schwandorf schließt sich nach anfänglicher Begeisterung den Atomgegnern an und setzt sich an die Spitze des ländlichen Widerstandes. Der vielschichtige Film widmet dem oberpfälzer Volkshelden ein differenziertes Porträt, das durch leise Komik, eine sorgsame Ausstattung und wunderbare Schauspieler besticht. Als Beispiel für eine streitbare Zivilgesellschaft, in der sich Engagement, Idealismus und Haltung auszahlen, ist das nuancierte Zeitbild über die 1980er-Jahre auch an die Gegenwart adressiert. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2018
Regie
Oliver Haffner
Buch
Gernot Krää · Oliver Haffner
Kamera
Kaspar Kaven
Musik
Hochzeitskapelle
Schnitt
Anja Pohl
Darsteller
Johannes Zeiler (Hans Schuierer) · Peter Jordan (Claus Bössenecker) · Florian Brückner (Vollmann) · Anna Maria Sturm (Monika Gegenfurtner) · Andreas Bittl (Karl Gegenfurtner)
Länge
122 Minuten
Kinostart
20.09.2018
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama | Historienfilm

Heimkino

Die Edition enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte.

Verleih DVD
Alamode (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Alamode (16:9, 2.35:1, dts-HDMA dt.)
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Diskussion
In der Oberpfalz gebe es auch gute Weißwürste, wagt der sozialdemokratische Landrat schüchtern einzuwenden. Der Staatsminister von der CSU hat aus München welche mitgebracht und lobt deren „strenge“ Rezeptur: Im Sud schwimme dann auch immer ein bisschen Petersilie. Das seien eben „die feinen Unterschiede“. Aber hat nicht der oberpfälzer Wirt den Sud zubereitet? Diese sehr komische Szene ziemlich zu Beginn von „Wackersdorf“ beschreibt subtil das Kräfteverhältnis zwischen strukturschwacher Region, dem Landkreis Schwandorf, und der im wirtschaftsverwöhnten Oberbayern residierenden Landesregierung. Die Szene spielt im Jahr 1981; der Staatsminister will dem Landrat eine Wiederaufbereitungsanlage für ausgediente Brennstäbe und Atomabfall schmackhaft machen. Der Landrat ist von der „WAA Wackersdorf“ zunächst begeistert. Mehr als 3000 Arbeitsplätze für die Region würden Aufschwung bed

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