King Charles III

Drama | Großbritannien 2017 | 89 Minuten

Regie: Rupert Goold

Eine britische Theater-Adaption um eine nahe Zukunft, in der Königin Elizabeth II. gestorben ist und ihr Sohn Charles die Regierungsgeschäfte übernimmt. Noch vor der Inthronisierung steuert der Monarch in spe in eine veritable Staatskrise, als er seine Unterschrift unter einem Gesetzesentwurf verweigert, mit dem das Parlament die Pressefreiheit einschränken will. Im Stil der Shakespeare'schen Königsdramen in gebundener Sprache verfasst und mit diversen Anspielungen auf Shakespeares Werke gespickt, verleugnet der Stoff auch als Filmadaption seine Bühnen-Herkunft nicht und entfaltet sich vornehmlich in kammerspielartigen Dialogszenen. Neben deren Klang und Esprit überzeugt auch der aktuelle Biss, wo es um die Funktionstüchtigkeit der britischen Demokratie geht. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
KING CHARLES III
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2017
Regie
Rupert Goold
Buch
Mike Bartlett
Kamera
Philippe Kress
Musik
Jocelyn Pook
Schnitt
Elen Pierce Lewis
Darsteller
Tim Pigott-Smith (Charles) · Oliver Chris (William) · Richard Goulding (Harry) · Charlotte Riley (Kate) · Margot Leicester (Camilla)
Länge
89 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Universum (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Universum (16:9, 1.78:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Es ist was faul im Staate Großbritannien – denn Queen Elizabeth II, seit 1952 Staatsoberhaupt des Commonwealth, hat das Zeitliche gesegnet! In einer Szene in „King Charles III“ findet eine Figur für diese Situation, die angesichts des hohen Alters der Königin in einer nicht allzu fernen Zukunft angesiedelt ist, die herrlich despektierliche Metapher eines Kebab-Spießes: Was, wenn das Commonwealth die aus unterschiedlichen Fleischstücken zusammengepresste Keule ist und die Monarchin der Spieß war, der alles zusammenhielt? Düstere Aussichten! Zwar steht Charles, bisher Prince of Wales, prompt bereit, um die Regierungsgeschäfte zu übernehmen, jedoch manövriert der späte Thronfolger sich und seine Bürger unverzüglich in eine veritable Staatskrise. Der Premierminister legt dem noch nicht offiziell inthronisierten König einen von Unter- und Oberhaus

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