The Ballad of Buster Scruggs

Episodenfilm | USA 2018 | 132 Minuten

Regie: Joel Coen

Eine Western-Anthologie aus sechs pointierten, in ihrer Knappheit mit größter Präzision entworfenen Vignetten um den Wilden Westen, die den „Frontier“-Mythos auf einen makabren, tragikomischen Reigen von Gier, Skrupellosigkeit und sinnloser Gewalt zurückstutzen. Unter anderem lernt ein singender Scharfschütze, dass es immer einen gibt, dessen Hand am Colt noch etwas schneller ist; ein alter Goldgräber erfährt schmerzhaft, dass man bei der Suche nach dem Edelmetall auch am Hinterkopf Augen haben müsste, und ein Strauchdieb macht die unangenehme Erfahrung, dass man mehr als einmal gehenkt werden kann. Die mit glänzenden Darstellern besetzten Episoden balancieren meisterlich zwischen böser Ironie und Empathie für die Figuren und ihre meist glücklosen Existenzkämpfe. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE BALLAD OF BUSTER SCRUGGS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2018
Regie
Joel Coen · Ethan Coen
Buch
Joel Coen · Ethan Coen
Kamera
Bruno Delbonnel
Musik
Carter Burwell
Schnitt
Joel Coen (als Roderick Jaynes) · Ethan Coen (als Roderick Jaynes)
Darsteller
Tim Blake Nelson (Buster Scruggs) · James Franco (Cowboy) · Liam Neeson (Impresario) · Tom Waits (Goldgräber) · Zoe Kazan (Alice Longabaugh)
Länge
132 Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Episodenfilm | Western
Diskussion

Wenn man für das Amerika, von dem die Coen-Brüder in „The Ballad of Buster Scruggs“ erzählen, ein Wappentier küren müsste, dann würde es wohl kein stolzer Weißkopfseeadler werden, wie er realiter das Bundeswappen der USA ziert – sondern ein Huhn, das rechnen kann. Solch ein Geflügel spielt eine fatale Rolle in einer der besten und bittersten Episoden dieser Western-Anthologie. Sie erzählt von einem alternden Schausteller (Liam Neeson), der sein Geld damit verdient, einen schwer behinderten jungen Mann (Harry Melling) durch die Lande zu karren und ihn vor zahlendem Publikum Verse deklamieren zu lassen. Sein Schützling hat zwar weder Arme noch Beine, dafür aber eine eindrucksvolle Stimme und ein noch eindrucksvolleres Talent, damit große Texte zum Leben zu erwecken – etwa e

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