The Guilty (2018)

Kammerspiel | Dänemark 2018 | 88 Minuten

Regie: Gustav Möller

Ein Polizist in der Notrufzentrale von Kopenhagen nimmt den Anruf einer verängstigten Frau entgegen, die offenbar von ihrem Ex-Mann im Auto entführt wurde. Eigenmächtig versucht er, von seinem Telefonplatz aus den Wagen zu finden. Doch je tiefer er sich in diese Angelegenheit verwickeln lässt, desto mehr geraten seine moralischen Gewissheiten ins Wanken. Der auf engstem Raum spielende, höchst konzentrierte Thriller entwickelt seine enorme Spannung allein aus den dramatischen Entwicklungen am Telefon und dem fulminanten Spiel des Hauptdarstellers heraus. Vielschichtig nähert sich der Film dem Thema der Schuld, das auch dem Zuschauer den scheinbar sicheren Boden entzieht. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
DEN SKYLDIGE
Produktionsland
Dänemark
Produktionsjahr
2018
Regie
Gustav Möller
Buch
Gustav Möller · Emil Nygaard Albertsen
Kamera
Jasper Spanning
Musik
Caspar Hesselager · Carl Coleman
Schnitt
Carla Luffe
Darsteller
Jakob Cedergren (Asger Holm) · Jessica Dinnage (Iben) · Omar Shargawi (Rashid) · Johan Olsen (Michael) · Jacob Lohmann (Bo)
Länge
88 Minuten
Kinostart
18.10.2018
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Kammerspiel | Thriller

Heimkino

Verleih DVD
Ascot Elite (16:9, 2.35:1, DD5.1 dän./dt.)
Verleih Blu-ray
Ascot Elite (16:9, 2.35:1, dts-HDMA dän./dt.)
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Auf engstem Raum spielender, höchst konzentrierter und spannender Thriller über einen Polizisten, der vom Telefon in der Kopenhagener Notrufzentrale aus einen Wagen mit einer mutmaßlich entführten Frau zu finden versucht.

Diskussion

Der Handlungsspielraum ist klar abgesteckt. Die sechs Männer und Frauen in dem kleinen Büro der Notrufzentrale in Kopenhagen sollen Anrufe entgegennehmen, Personalien erfassen und den Ort des Notfalls oder der Straftat an die Kollegen vom Außendienst weitergeben. In aller Kürze macht der schwedische Regisseur Gustav Möller den Mikrokosmos seines Spielfilmdebüts erfahrbar: Mehr als Headset und Computer braucht es nicht an technischer Ausrüstung, und auch die persönliche Beteiligung kann minimal bleiben. Gerade so viel, um die aufgeregten oder verängstigten Menschen am Telefon zu beruhigen und um an die notwendigen Informationen zu gelangen. Schnelligkeit und Konzentration zählen hier, wo der Kontakt mit den Verbrechen am flüchtigsten und der weiterleitende Anruf das letzte sein soll, was die Polizisten von den Fällen mitbekommen. Der Telefondienst kann dadurch etwas Erleichterndes haben, wie der zeitweilig hier arbeitende Asger Holm registriert: „Manche tun es freiwillig.“

Holm gehört erkennbar nicht zu dieser Sorte. Dem Polizist in den Vierzigern fehlt die Routine, aber auch die Bereitschaft, eine reine Vermittlerposition in der Notrufzentrale zu akzept

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