Fantasy | Schweden/Dänemark 2018 | 110 Minuten

Regie: Ali Abbasi

Eine durch einen angeblichen Chromosomenfehler als Außenseiterin stigmatisierte schwedische Grenzbeamtin kann Scham, Angst und Wut riechen. Auf diese Weise macht sie Schmuggler ausfindig und bringt die Polizei auf die Spur eines Pädophilen-Rings. An der Grenze begegnet sie aber auch einem wesensverwandten Mann, der ihr ihre gemeinsame Herkunft enthüllt. Das grandiose Drama verwebt sozialen Realismus, Fantasy und skandinavische Mythologie zu einem zwitterhaften Werk, in dem aktuelle gesellschaftliche Debatten um Identität, Ausgrenzung und Rassismus anklingen. Ein im wahrsten Sinne des Wortes grenzüberschreitender Ausnahmefilm. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
GRÄNS
Produktionsland
Schweden/Dänemark
Produktionsjahr
2018
Regie
Ali Abbasi
Buch
John Ajvide Lindqvist · Isabella Eklöf · Ali Abbasi
Kamera
Nadim Carlsen
Musik
Christoffer Berg · Martin Dirkov
Schnitt
Anders Skov · Olivia Neergaard-Holm
Darsteller
Eva Melander (Tina) · Eero Milonoff (Vore) · Jörgen Thorsson (Roland) · Viktor Åkerblom (Ulf) · Matti Boustedt (Tomas)
Länge
110 Minuten
Kinostart
11.04.2019
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Fantasy | Liebesfilm | Thriller
Diskussion

Eine äußerlich scheinbar entstellte schwedische Grenzbeamtin kann die Angst und das Leid von Menschen „wittern“. Grandioses Drama um Identität, Ausgrenzung und Rassismus, das sozialen Realismus, Fantasy und skandinavische Mythologie zu einem „zwitterhaften“ Werk verwebt.

Die Zollbeamtin Tina ist ein Seismograf in „Menschengestalt“. Am schwedischen Hafen-Terminal leistet ihr animalischer Sinnesapparat zuverlässige Dienste. Wenn Tinas Nasenflügel sich weiten, ihre Oberlippe nervös zu zucken beginnt, sind das Alarmsignale. Dann ist es angebracht, etwas gründlicher in die Taschen der Passagiere zu blicken, die mit der Fähre aus Dänemark ankommen. Mal wittert sie eine geschmuggelte Schnapsflasche, mal erschnüffelt sie an einem Handy eine verdächtige Sim-Karte, auf der sich kinderpornografisches Material findet. Nach ihren außergewöhnlichen Instinkten befragt, antwortet Tina: „Ich spüre so was. Scham, Schuld, Wut.“

Tina, die Protagonistin des spektakulären Genre-Hybrids „Border“, ist eine, milde ausgedrückt, irritierende Erscheinung. Ihre Physiognomie wirkt seltsam verschoben und erschreckt durch ihren groben, stumpfen Ausdruck. Die ausgeprägte Stirnwölbung l&aum

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren