The Romanoffs

Serie | USA 2018 | 559 (acht Episoden) Minuten

Regie: Matthew Weiner

Eine Anthologie-Serie rund um Charaktere, die zur Blutlinie der Romanows, der letzten russischen Zarenfamilie, gehören. An verschiedenen Orten werden satirisch grundierte Geschichten rund um ganz unterschiedliche Menschen aufgerollt, die auf die ein oder andere Weise schwer an ihrem Erbe tragen, das als quälende Erinnerung oder absurder Anachronismus in die Gegenwart hineinragt. In den besten Episoden gelingen interessante Reflexionen zu Geschichte und Identität; oft bleiben diese aber auch einigermaßen flach auf Pointen und überraschende Volten fixiert. (OV/O.m.U. Im Frühjahr 2019 erscheint die Serie auch in deutsch synchronisierter Fassung) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE ROMANOFFS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2018
Regie
Matthew Weiner
Buch
Matthew Weiner · Jenna Noel Frazier · Michael Goldbach · Donald Joh · Dan LeFranc
Kamera
Chris Manley
Musik
Sonya Belousova · David Carbonara · Giona Ostinelli · Anton Sanko
Schnitt
Christopher Gay · Chris Figler · Jonny Converse · Tamara Meem
Darsteller
Marthe Keller (Anushka) · Aaron Eckhart (Greg) · Louise Bourgoin (Sophie) · Inès Melab (Hajar) · Corey Stoll (Michael Romanoff)
Länge
559 (acht Episoden) Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Serie
Diskussion

Ein neues Projekt von Matthew Weiner, der mit „Mad Men“ eine der wichtigsten Serien des letzten Jahrzehnts geschaffen hat: „The Romanoffs“ kreist als Anthologie-Serie um Nachfahren der letzten russischen Zarenfamilie.

Das Krönungs-Ei ist das teuerste und prachtvollste der in Sankt Petersburg hergestellten Fabergé-Eier. Zar Nikolaus II. schenkte es kurz vor der Wende zum 20. Jahrhundert seiner Gemahlin Alexandra. Nun thront es als Symbol des russischen Adelsgeschlechts in der Glasvitrine einer Pariser Luxuswohnung. Es ist ein letztes Andenken an die Romanow-Dynastie, deren Herrschaft mit der Oktoberrevolution blutig zu Ende ging. Bereits der Vorspann der Serie verweist auf die letzten Sekunden im Leben der Zarenfamilie. Zu einem klassischen Musikthema werden die Angehörigen in den Keller der Ipatjew-Villa geführt und zu den Akkorden eines „Tom Petty & the Heartbreakers“-Songs von den Bolschewiki niedergeschossen. Die im Stile eines satirischen Bühnenstücks inszenierte Hinrichtung verweist weniger auf den barbarischen Akt als vielmehr auf das Ende einer Ära. Die Romanow-Monarchie ist zerschlagen; die Splitter ihres Erbes werden mit der russischen Diaspora über die ganze Welt verstreut.

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