Drama | Deutschland/Frankreich 2018 | 99 Minuten

Regie: Sebastian Schipper

Ein 18-jähriger Brite strandet mit dem gestohlenen Wohnmobil seines Stiefvaters in der marokkanischen Wüste, wo ihm ein gleichaltriger Flüchtling aus dem Kongo begegnet. Gemeinsam setzen sie die Reise Richtung Europa fort, wo der Brite seinen leiblichen Vater und der Kongolese seinen verschollenen Bruder suchen will. Das zärtlich entwickelte Road Movie erzählt fernab vereinfachender Zuschreibungen von der Entstehung einer Freundschaft zwischen zwei jungen Menschen. Der mit großer Gelassenheit entwickelte Film findet einen bemerkenswert unverbrauchten Zugang zur Flüchtlingskrise und führt den Wert von Unvoreingenommenheit und Offenheit vor Augen. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
ROADS
Produktionsland
Deutschland/Frankreich
Produktionsjahr
2018
Regie
Sebastian Schipper
Buch
Sebastian Schipper · Oliver Ziegenbalg
Kamera
Matteo Cocco
Musik
The Notwist
Schnitt
Monica Coleman
Darsteller
Fionn Whitehead (Gyllen) · Stéphane Bak (William) · Moritz Bleibtreu (Luttger) · Ben Chaplin (Paul) · Marie Burchard (Valerie)
Länge
99 Minuten
Kinostart
30.05.2019
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Road Movie
Diskussion

Zwei 18-Jährige reisen gemeinsam von Marokko nach Nordfrankreich und lassen dabei mehr als nur Landesgrenzen hinter sich. Ein zärtlich entwickeltes Road Movie über das Erwachsenwerden, über Freundschaft und über das, was Europa seit einigen Jahren bewegt und aufreibt.

Ein liegengebliebenes Wohnmobil im Nirgendwo. Ein junger Mann, der vergeblich nach Hilfe sucht und schließlich seinen Frust in die Nacht brüllt. Und ein anderer, der das alles misstrauisch beobachtet, als wenn ihm diese Vorsicht schon zur zweiten Natur geworden ist. „Roads“, die fünfte Regiearbeit von Sebastian Schipper, beginnt an der nordafrikanischen Mittelmeerküste. Man kennt diese Bilder, ist auch im Kino inzwischen vertraut mit Schicksalen von Menschen, die in einer ihnen feindlich gesinnten Welt nach Europa wollen.

Da prallen also, könnte man meinen, wieder mal Gegensätze aufeinander: hier Gyllen, w

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