Zwischen den Zeilen (2018)

Drama | Frankreich 2018 | 107 Minuten

Regie: Olivier Assayas

Während ein französischer Verleger damit beschäftigt ist, sein Unternehmen den digitalen Zeiten anzupassen, greift einer seiner Autoren auf das bewährte Konzept zurück, vergangene Liebschaften für ein neues Buch zu verarbeiten. Eine seiner Romanfiguren besitzt denn auch eine gewisse Ähnlichkeit mit der Frau des Verlegers. Zwischen diesen und weiteren Figuren spannt sich ein recht bewegliches Beziehungsgeflecht mit doppeltem Boden. Der kurzweilige Film vermisst auf höchst debattierfreudige Weise den durch die Digitalisierung herausgeforderten Pariser Literaturbetrieb. So spielt der Film ebenso vergnüglich wie elegant auch auf die Umbrüche der Kinolandschaft an. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
DOUBLES VIES
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2018
Regie
Olivier Assayas
Buch
Olivier Assayas
Kamera
Yorick Le Saux
Schnitt
Simon Jacquet
Darsteller
Guillaume Canet (Alain Danielson) · Juliette Binoche (Selena) · Vincent Macaigne (Léonard Spiegel) · Christa Théret (Laure d'Angerville) · Nora Hamzawi (Valérie)
Länge
107 Minuten
Kinostart
06.06.2019
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Komödie
Diskussion

Elegante, debattierfreudige Komödie rund um den Pariser Literaturbetrieb, die mit Lust an der Doppeldeutigkeit auch die Umbrüche in der Kinolandschaft im Blick hat.

Ohne Exposition, ohne Schlenker und Verzögerung, fällt „Zwischen den Zeilen“ buchstäblich mit der Tür ins Haus. Ein zerzauster Autor namens Léonard betritt das Büro seines Verlegers Alain, um mit ihm über sein neues Manuskript zu sprechen. Sobald die beiden zu reden beginnen, setzt sich ein begrifflicher Mechanismus in Gang, der bis zum Ende des Films kein einziges Mal zum Stillstand kommt: Buchmarktkrise, E-Books, Blogs, Twitter, Tablets, Apps, Klickzahlen, Algorithmen, Urheberrechte, Serien-Boom, Fake News, Hörbücher, die von Stars gelesen werden, und so weiter.

Der französische Regisseur Olivier Assayas, der schon immer von einem starken Interesse für gegenwartskulturelle Umbrüche und die damit verbundenen Debatten antrieben wurde, vermisst in seinem aktuellen Film den (nun schon nicht mehr g

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