Leid und Herrlichkeit

Drama | Spanien 2019 | 114 Minuten

Regie: Pedro Almodóvar

Ein Filmregisseur wird durch die Wiederaufführung eines 32 Jahre alten Frühwerks mit seiner Vergangenheit konfrontiert. In der Auseinandersetzung mit seiner Kindheit, den wilden Jahren der „movida“ in Madrid und der gegenwärtigen Stagnation seines Lebens findet er in einer Mischung aus Zufall und Eigensinn, Widerstand und dem Beistand guter Freunde einen versöhnlichen Neuanfang. Die autobiografisch grundierte Fiktion von Pedro Almodóvar spielt mit Werk und Biografie des Regisseurs, verzichtet zugunsten einer verhaltenen, fast melancholischen Reflexion über Krankheit, Erinnerung und das Altern aber auf wilde Handlungssprünge oder grotesk überzeichnete Emotionen. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
DOLOR Y GLORIA
Produktionsland
Spanien
Produktionsjahr
2019
Regie
Pedro Almodóvar
Buch
Pedro Almodóvar
Kamera
José Luis Alcaine
Musik
Alberto Iglesias
Schnitt
Teresa Font
Darsteller
Antonio Banderas (Salvador Mallo) · Leonardo Sbaraglia (Federico) · Asier Etxeandia (Alberto Crespo) · Penélope Cruz (Jacinta) · César Vicente (Eduardo)
Länge
114 Minuten
Kinostart
25.07.2019
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Arthaus
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Diskussion

Autobiografisch grundierte Dramödie von Pedro Almodóvar über einen alternden Filmemacher, der sich in der Konfrontation mit Ängsten und Krankheiten seiner Vergangenheit stellt.

In einem Hallenbad hockt ein Mann unter Wasser, die Arme weit ausgebreitet. Sein Gesicht ist halb entspannt, halb sorgenvoll. Der Filmregisseur Salvador Mallo (Antonio Banderas) hat seine besten Tage lange hinter sich; jetzt steckt er in einer tiefen Existenzkrise. In den wilden Jahren der „movida“, der bonbonfarbenen Kulturrevolution Anfang der 1980er-Jahre, hatte er als unkonventioneller Filmkünstler seine beste Zeit. Nun ist er fast 60 Jahre alt, wird von höllischen Rückenschmerzen geplagt, scheut die Öffentlichkeit und hat den Tod seiner Mutter immer noch nicht überwunden.

Als er zur Aufführung einer digital restaurierten Fassung seines Films „Sabor“ eingeladen wird, beginnt eine Auseinandersetzung mit seiner Vergangenheit. Denn vor 32 Jahren, 1986, hatte er sich bei den Dreharbeiten mit dem Hauptdarsteller, dem heroinabhängigen Alberto Crespo (Asier Etxeandía) komplett zerstritten und danach keinen Film mehr gedreht.

Abschluss einer Trilogie

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