Britt-Marie war hier

Literaturverfilmung | Schweden 2019 | 98 Minuten

Regie: Tuva Novotny

Eine 63-jährige schwedische Hausfrau entdeckt nach vier Jahrzehnten, dass ihr Ehemann sie mit einer Jüngeren betrügt. Kurzentschlossen packt sie ihre Koffer und fährt in eine kleine Gemeinde, wo sie sich erfolgreich als Jugendbetreuerin beworben hat. Zu ihren Aufgaben zählt aber auch das Fußballtraining der Kindermannschaft, obwohl sie Fußball abgrundtief hasst. Die etwas brav geratene und konfliktscheue Tragikomödie wirkt mitunter arg konstruiert und inszeniert die Emanzipationsgeschichte der mürrischen alten Frau zur selbstbewussten Lady recht märchenhaft. Auch visuell gewinnt der Film dem Fußballszenario wenig Reiz ab und überzeugt allenfalls durch die humorvoll aufbereitete Kluft zwischen den Generationen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
BRITT-MARIE VAR HÄR
Produktionsland
Schweden
Produktionsjahr
2019
Regie
Tuva Novotny
Buch
Anders Frithiof August · Øystein Karlsen · Tuva Novotny
Kamera
Jonas Alarik
Musik
Ginge Anvik
Schnitt
Morten Egholm · Håkan Karlsson · Frederik Strunk
Darsteller
Pernilla August (Britt-Marie) · Vera Vitali (Anna) · Peter Haber (Kent) · Olle Sarri (Fredrik) · Anders Mossling (Sven)
Länge
98 Minuten
Kinostart
13.06.2019
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Literaturverfilmung | Tragikomödie

Heimkino

Verleih DVD
Prokino
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Diskussion

Schwedische Tragikomödie um eine mürrische alte Frau, die von ihrem Ehemann betrogen wird und woanders als Jugendbetreuerin einen Neustart wagt, obwohl sie Fußball nicht ausstehend kann.

Das Graffito „Kilroy was here“ stammt aus dem Zweiten Weltkrieg und war überall dort zu finden, wo US-amerikanische Truppen durchgezogen waren. Kilroy wurde so zum Supersoldaten, der immer schon da gewesen war, bevor andere kamen. Oder etwas genauer: Kilroy kam anderen zuvor. Ein Spruch, der die Überlegenheit der US-Armee mit Nachdruck betonte, aber auch später im Alltag für sanfte Irritierung und amüsiertes Schmunzeln sorgte. Im Falle von „Britt-Marie war hier“, den die eigentlich als Schauspielerin bekannte Tuva Novotny inszeniert hat, bedeutet das Graffito noch mehr: Es ist ein Lebenszeichen, das ein Aufbäumen im Alter signalisiert und für eine zweite Chance steht.

Nach dem Roman von Fredrik Backman, der schon die Vorlage für

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