Dokumentarfilm | Großbritannien/Deutschland/Mexiko 2018 | 78 Minuten

Regie: José Pablo Estrada Torrescano

Nach seinem Filmstudium in Deutschland porträtiert der mexikanische Filmemacher José Pablo Estrada Torrescano seine fast 100-jährige Großmutter, die trotz ihres Alters noch immer selbstbewusst über das von ihr geschaffene Schönheitsimperium herrscht. Dabei stößt er auf eine bewegte Familiengeschichte mit Tabus, Geistern und Geheimnissen. Das dokumentarische Psychogramm einer Familie balanciert zwischen emotionaler Nähe und analytischer Distanz und leuchtet einen Mikrokosmos emotionaler wie ökonomischer Abhängigkeiten aus, was ein bezeichnendes Licht auf die mexikanische Gesellschaft wirft. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
MAMACITA
Produktionsland
Großbritannien/Deutschland/Mexiko
Produktionsjahr
2018
Regie
José Pablo Estrada Torrescano
Buch
José Pablo Estrada Torrescano
Kamera
Juan Sánchez Tamez
Musik
Tom Blankenberg
Schnitt
Mechthild Barth
Länge
78 Minuten
Kinostart
27.06.2019
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion

Dokumentarisches Psychogramm eines mexikanischen Familienimperiums, mit dem der Filmemacher José Pablo Estrada Torrescano seine fast 100-jährige Großmutter porträtiert und ein bezeichnendes Licht auf die Oberschicht des Landes wirft.

Pablo ruft von Deutschland aus seine Großmutter in Mexiko an. Sie wird Mamacita genannt, Mütterchen. Doch das ist ein Euphemismus, denn die beeindruckende Frau ist trotz ihrer beinahe hundert Lebensjahre immer noch das unumstrittene Familienoberhaupt. Pablo sagt seiner Großmutter, dass er jetzt endlich wieder zurück nach Mexiko komme, um einen Film über sie zu drehen.

Es war ihre Idee, dass er damals nach Deutschland ging, um Kino zu studieren; schon da wollte sie, dass ihr Enkel einen Film über sie und ihr langes Leben, ihre Schönheit und ihre großen Fähigkeiten drehen solle. Denn Mamacita hat aus dem Nichts heraus ein großes Schönheits- und Kosmetikimperium geschaffen, das sie noch heute, jetzt gemeinsam mit ihren Töchtern, führt.

Pablos Mutter ist allerdings nicht mehr dabei, sie starb schon vor Jahren an einer Krebserkrankung. Über Krankheit und Tod wird in der Familie aber nicht gerne gesprochen. Seitdem Pablo denken ka

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