Drama | USA/Großbritannien 2019 | 310 (fünf Episoden) Minuten

Regie: Johan Renck

Am 26. April 1986 kam es im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer Explosion des Kernreaktors. Die fünfteilige Mini-Serie zeigt die wissenschaftliche und politische Aufarbeitung des Vorfalls in der damaligen UdSSR und verfolgt akribisch die Chronologie der Ereignisse ab der Explosion, erweitert um fiktionalisierte Einzelschicksale. Auf meisterliche Art dringt die am gesellschaftskritischen „New Hollywood“-Kino geschulte Serie nicht nur in die Abgründe einer von Politik deformierten Wissenschaft vor, sondern zeigt auch deren oft erschreckende Geringschätzung von Menschen und Umwelt. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
CHERNOBYL
Produktionsland
USA/Großbritannien
Produktionsjahr
2019
Regie
Johan Renck
Buch
Craig Mazin
Kamera
Jakob Ihre
Musik
Hildur Guðnadóttir
Schnitt
Jinx Godfrey · Simon Smith
Darsteller
Jared Harris (Waleri Legassow) · Stellan Skarsgård (Boris Schtscherbina) · Emily Watson (Ulana Khomyuk) · Jessie Buckley (Ludmilla Ignatenko) · Paul Ritter (Anatoli Djatlow)
Länge
310 (fünf Episoden) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama | Serie

Heimkino

Verleih DVD
Polyband/WVG Medien
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Am 26. April 1986 kam es im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer Explosion des Kernreaktors. Die fünfteilige Mini-Serie zeigt die wissenschaftliche und politische Aufarbeitung des Vorfalls in der damaligen UdSSR und verfolgt akribisch die Chronologie der Ereignisse ab der Nacht der Explosion, erweitert um fiktionalisierte menschliche Einzelschicksale.

Diskussion

Das Ende ist Geschichte. Man weiß, welche Folgen es hatte, als am 26. April 1986 um 1:23 Uhr nachts das Dach des Reaktorblocks 4 im Kernkraftwerks Tschernobyl nach einer kurzen, aber heftigen Explosion einstürzt und eine Wolke aus Staub und ionisierendem Gas freisetzt. Im nahegelegenen Ort Prypjat schläft man in dieser Nacht ein letztes Mal in Frieden. Mit der Katastrophe verabschiedet sich das Leben aus der Region.

Die Mini-Serie „Chernobyl“ beginnt mit einer Szene, die die fatalen Folgen anhand einer Vignette drastisch vor Augen führt: mit dem Tod der Hauptfigur. Waleri Alexejewitsch Legassow (Jared Harris), einer der Leiter des Kurtschatow-Instituts für Kernenergie und beauftragt mit der Aufarbeitung des bislang schlimmsten Reaktorunfalls in der Geschichte der Menschheit, erhängt sich genau zwei Jahre, nachdem Block 4 auf so fatale Weise außer Kontrolle geraten war.

Was ihn zu diesem Selbstmord trieb, erfährt man in der fünf Stunden Erzählzeit des Fünfteilers; die erschütternde Handlung folgt den Ereignissen, die 1986 den europäischen Kontinent traumatisierten und heute fast verdrängt scheinen. Unwillkürlich fragt man sich: Brauchte es wirklich erst des Unfalls in Fukushima, um daran erinnert zu werden, was für fatale Risiken mit der Nutzung von Atomenergie verbunden sind?

Die Folgen des GAU

In langen Rückblenden rollt die Serie die Folgen des atomaren Unfalls vom 26. April 1986 auf. Das Feuer nach der Explosion ist gar nicht einmal immens. Aber es reicht, um nicht nur Ljudmila (

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