Biopic | USA/Großbritannien/Indien/Argentinien 2019 | 126 Minuten

Regie: Fernando Meirelles

Statt der Bitte des argentinischen Kardinals Jorge Mario Bergoglio zu entsprechen, der im Jahr 2012 von seinem Amt zurücktreten will, beordert ihn der angesichts zahlreicher Kirchenskandale angegriffene Papst Benedikt XVI. nach Rom. In der Sommerresidenz Castel Gandolfo kommt es zur Aussprache der beiden Kirchenmänner, bei denen Bergoglio gegen den konservativen Papst auf eine Erneuerung der katholischen Kirche drängt. Dialogreiches Drama, das sich um ein Gleichgewicht der Argumentationen bemüht und von den Meisterleistungen der Darsteller sowie einer vorzüglichen Kameraarbeit lebt. Leerstellen ergeben sich vor allem bei der Einbeziehung des Missbrauch-Themas und bei manch arg verkürzten historischen Fakten. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE TWO POPES
Produktionsland
USA/Großbritannien/Indien/Argentinien
Produktionsjahr
2019
Regie
Fernando Meirelles
Buch
Anthony McCarten
Kamera
César Charlone
Musik
Bryce Dessner
Schnitt
Fernando Stutz
Darsteller
Anthony Hopkins (Papst Benedikt) · Jonathan Pryce (Papst Franziskus) · Juan Minujín (Papst Franziskus, jung) · Luis Gnecco (Kardinal Hummes) · Cristina Banegas (Lisabetta)
Länge
126 Minuten
Kinostart
05.12.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic | Drama

Das Ringen um den Kurs der Katholischen Kirche als fiktionales Zwiegespräch zwischen den beiden Päpsten Franziskus und Benedikt XVI.

Diskussion

Der brasilianische Regisseur Fernando Meirelles hat das Thema seines jüngsten Films „Die zwei Päpste“ eigentlich schon in seinem aufsehenerregenden Drama „City of God“ (2002) aus den Favelas von Rio de Janeiro vorweggenommen. Denn die fiktionalisierte Geschichte eines Aufeinandertreffens der beiden Päpste Benedikt XVI. und Franziskus ist unverkennbar ein gesellschaftlich-soziales Plädoyer für eine überfällige und grundsätzliche Veränderung innerhalb der katholischen Kirche.

Eingeleitet wird „Die zwei Päpste“ durch eine Ansprache von Kardinal Jorge Mario Bergoglio, der als Bischof von Buenos Aires im Jahre 2005 zu den von der argentinischen Wirtschaftskrise gebeutelten Gläubigen spricht. Acht Jahre später ermöglicht Joseph Ratzinger als Papst Benedikt XVI. durch seinen Verzicht auf das Papstamt eine Kurskorrektur im Vatikan.

Zeit für Veränderungen

Es war eine Zeit, in der die konservativen Bischöfe in der katholischen Kirche dem Zeitgeist Tribut zollen mussten. Der aufgeschlossene Papst der Armen drä

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