Der Glanz der Unsichtbaren

Drama | Frankreich 2018 | 102 Minuten

Regie: Louis-Julien Petit

In einer nordfranzösischen Stadt soll ein Tageszentrum für obdachlose Frauen wegen angeblicher Ineffektivität geschlossen werden. Die Sozialarbeiterinnen setzen deshalb alles daran, um ihren Schützlingen doch noch einen Weg zurück in die Gesellschaft zu ebnen und wecken tatsächlich den lange unterdrückten Willen zum Aufbruch. Herzliche, flott und pointiert inszenierte Sozialkomödie, deren überwiegend von Laien gespielte Figuren eine große Wahrhaftigkeit ausstrahlen. Nachdrücklich sensibilisiert der Film für die Aufmerksamkeit gegenüber Ausgegrenzten und würdigt zugleich Einsatz, Mut und Kreativität der Sozialhelferinnen. - Sehenswert ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
LES INVISIBLES
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2018
Regie
Louis-Julien Petit
Buch
Louis-Julien Petit · Marion Doussot · Claire Lajeunie
Kamera
David Chambille
Musik
Laurent Perez del Mar
Schnitt
Nathan Delannoy · Antoine Vareille
Darsteller
Audrey Lamy (Audrey) · Corinne Masiero (Manu) · Noémie Lvovsky (Hélène) · Déborah Lukumuena (Angélique) · Pablo Pauly (Dimitri)
Länge
102 Minuten
Kinostart
10.10.2019
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 12.
Genre
Drama | Komödie

Heimkino

Verleih DVD
EuroVideo
Verleih Blu-ray
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Flott inszenierte Sozialkomödie um obdachlose Frauen aus einer nordfranzösischen Stadt, die durch das Engagement vier beherzter Sozialarbeiterinnen einen Weg zurück in die Gesellschaft suchen.

Diskussion

Metallspitzen säumen die Vorbauten der Geschäftsgebäude. Auf den Parkbänken verhindern Stangen, dass sich jemand der Länge nach hinlegen kann. Die Stadt hat vorgesorgt, dass sich dort niemand Unerwünschtes gemütlich niederlassen machen kann, wo sein Anblick unvermeidbar wäre und Anstoß erregen könnte. Dies scheint das Höchstmaß an öffentlichem Eingeständnis zu sein, dass in dem Ort auch Menschen ohne Wohnsitz leben; ansonsten behandelt die nordfranzösische Großstadt Obdachlose wie viele andere Kommunen nach dem Motto: Möglichst nicht hinsehen, aber im Zweifel wegschieben.

Zu den wenigen Anlaufstellen für Menschen ohne ein Dach über dem Kopf gehören Tageszentren wie das Frauen vorbehaltene „L’Envol“: Wenn es morgens um 8 Uhr öffnet, haben sich vor dem Tor schon Schlangen gebildet. Im Inneren findet die Einteilung für die Duschen und Waschmaschinen statt: Viele der Frauen schlafen aber auch einfach stundenlang in irgendeinem Sitz, bevor sie am Abend wieder auf die Straße müssen.

„Ihr verhätschelt sie zu sehr“

Schön oder gemütlich ist es hier in keinster Weise, doch als Zuflucht erfüllt das Haus seinen Zweck gut genug, dass die Besucherinnen immer wiederkommen, auch wegen der offenen Art der Mitarbeiterinnen.

In der Stadtverwaltung wird diese allerdings keineswegs mit Zustimmung betrachtet: „

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