Das Wunder von Marseille

Biopic | Frankreich 2019 | 108 Minuten

Regie: Pierre-François Martin-Laval

Ein achtjähriges Schach-Talent reist mit seinem Vater aus dem von Tumulten durchgeschüttelten Bangladesch nach Paris, um dort als Verfolgte politisches Asyl zu beantragen. Der Junge schließt sich einem Schachclub unter einem raubeinigen, aber gutherzigen Lehrer an, der den begabten Schüler zur Jugendschachmeisterschaft in Marseille bringen will. Die bewährte, aber nicht sonderlich überraschende Wohlfühl-Narration lebt vom reizenden Zusammenspiel seiner beiden Hauptdarsteller. Überzeugen kann auch die Botschaft vom Miteinander statt Gegeneinander, während härtere Aspekte des Themenkomplexes Flucht und Asyl in den Hintergrund geraten. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
FAHIM
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2019
Regie
Pierre-François Martin-Laval
Buch
Pierre-François Martin-Laval · Philippe Elno · Thibault Vanhulle
Kamera
Régis Blondeau
Musik
Pascal Lengagne
Schnitt
Reynald Bertrand
Darsteller
Assad Ahmed (Fahim Mohammad) · Gérard Depardieu (Sylvain Charpentier) · Mizanur Rahaman (Nura) · Isabelle Nanty (Mathilde) · Pierre-François Martin-Laval (Peroni)
Länge
108 Minuten
Kinostart
07.11.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Biopic | Drama | Komödie

Heimkino

Verleih DVD
Universum
Verleih Blu-ray
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Feel-Good-Film über ein achtjähriges Schach-Talent aus Bangladesch findet nach der Flucht nach Frankreich Anschluss an einen Schachclub und trainiert für eine Jugendmeisterschaft, während ihm die Ausweisung droht.

Diskussion

Das Leben schreibt manchmal die besten Geschichten. Bekanntermaßen gilt das jedoch nur für Einzelfälle – und das oft innerhalb bestimmter Settings, die für viele andere eben keine Wendung zum Besseren bereithalten. Dass es für Millionen von Menschen zum Beispiel keine Option auf einen Aufenthalt in Sicherheit gibt, wie sie sich dem kleinen Schachtalent Fahim Mohammad durch viel Glück eröffnete, daran hat sich auch in den letzten elf Jahren nichts geändert.

Es ist Fahims Geschichte nach einer wahren Begebenheit, die Pierre-François Martin-Lavals Feel-Good-Film „Das Wunder von Marseille“ aus der Migrationsvorhölle erzählt: 2008 reiste der achtjährige, schachbegeisterte Fahim mit seinem Vater Nura von Bangladesch nach Paris. Vorgeblich um hier den Großmeister des Schachs zu treffen. Eigentlich aber ist es eine Flucht. Nura sieht sich gezwungen, in Frankreich politisches Asyl beantragen, weil er als regierungskritischer Demonstrant ins Visier der Behörden geriet. Ein Entführungsversuch von Fahim scheiterte nur knapp. Im Film ist es das Jahr 2011, als sich die Eltern zur beschwerlichen Ausreise nach Frankreich entschließen – z

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