Im Niemandsland (2019)

Drama | Deutschland 2019 | 92 Minuten

Regie: Florian Aigner

Im Sommer 1990 verlieben sich eine 16-jährige aus West-Berlin und ein 17-Jähriger aus der vor der Auflösung stehenden DDR ineinander. Ihre Beziehung steht nicht allein durch ihre unterschiedliche Sozialisation unter schwierigen Vorzeichen, sondern auch durch einen Streit ihrer Familien: Die Eltern des Jungen bewohnen das Haus, das vor vielen Jahren dem in die Bundesrepublik geflohenen Vater des Mädchens gehörte, der es nun zurückfordert. Eine im konkreten gesellschaftspolitischen Hintergrund der Wendezeit angesiedelte Romeo-und-Julia-Variation, deren Figuren zwar eher oberflächlich profiliert sind, das aber doch stimmig zu erzählen weiß. Dramaturgischen Schwächen stehen überzeugende Darsteller und die realitätsnahe Inszenierung gegenüber. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2019
Regie
Florian Aigner
Buch
Florian Aigner
Kamera
Armin Dierolf
Musik
Florian Gwinner
Schnitt
Florian Aigner
Darsteller
Emilie Neumeister (Katja) · Ludwig Simon (Thorben) · Andreas Döhler (Alexander) · Lisa Hagmeister (Heidi) · Judith Engel (Beatrice)
Länge
92 Minuten
Kinostart
07.11.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama | Liebesfilm

Romeo-und-Julia-Variation über einen Jungen aus der DDR und ein Mädchen aus West-Berlin, die sich in den Wirren der Wendezeit ineinander verlieben, während ihre Eltern im Clinch um ein Haus liegen.

Diskussion

Kaum ist die Mauer gefallen und die erste Euphorie verflogen, zeigt der Alltag, dass die Wiedervereinigung nicht ohne Konflikte zu haben ist. Der Spielfilmdebütant Florian Aigner bettet seine Romeo-und-Julia-Geschichte buchstäblich in den innerdeutschen Todesstreifen, der im Juni 1990 einer sandigen Ruinenlandschaft gleicht. Hier treffen sich die 16-jährige Katja aus West-Berlin und der 17-jährige Thorben aus Kleinmachnow. Ihre Familien könnten nicht verfeindeter sein.

Thorben lebt mit seinen Eltern in einem Haus, das einst Katjas Großvater gehörte, der als Sozialdemokrat in der DDR von der Stasi schikaniert wurde und nach Enteignung und Berufsverbot mit Frau und Kindern schließlich in den Westen ausreiste. Katjas Vater hofft nach der Wende, in das Haus seiner Kindheit zurückkehren zu können. Um seine Ansprüche zu untermauern, hat er vor dem Eingang einen Wohnwagen platziert. Doch Thorbens Familie denkt nicht daran auszuziehen, zumal ihr bisheriges

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