Mein Ende. Dein Anfang.

Drama | Deutschland 2019 | 111 Minuten

Regie: Mariko Minoguchi

Ein tödlicher Schuss bei einem Banküberfall reißt ein junges Paar auseinander, das sich erst kurze Zeit vorher gefunden hat. Während die von Trauer und Schmerz verzehrte Frau sich in Clubs zu betäuben versucht und an einen Mann gerät, der von Sorge um seine kranke Tochter getrieben wird, erschließt sich in Rückblenden der Beginn der schicksalshaft zerstörten Liebe. A-chronologisch erzähltes, dramaturgisch höchst ausgefeiltes Liebesdrama, das um das zentrale Paar zweier Verzweifelter feine Details drapiert. Der Film spielt dabei mit physikalischen Theorien ebenso virtuos wie mit der Kinogeschichte und stößt immer wieder emotionale Momente filmischer Grenzerfahrungen an. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2019
Regie
Mariko Minoguchi
Buch
Mariko Minoguchi
Kamera
Julian Krubasik
Musik
Jack Ritchie
Schnitt
Andreas Menn
Darsteller
Saskia Rosendahl (Nora) · Edin Hasanovic (Natan) · Julius Feldmeier (Aron) · Hanns Zischler (Arons Vater) · Emanuela von Frankenberg (Christiane)
Länge
111 Minuten
Kinostart
28.11.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama | Liebesfilm | Thriller

Vor und zurück erzähltes, dramaturgische höchst ausgefeiltes Liebesdrama um ein Paar, das durch einen tödlichen Unfall auseinandergerissen wird.

Diskussion

„Ach, was ich dir noch sagen wollte...“, beginnt Aron einen Satz, bevor er jäh unterbrochen wird. Bald darauf liegt der junge Mann in seinem Blut am Boden und haucht zur Geliebten seine letzten Worte: „...Dein Anfang“.

Schon dieser Beginn von „Mein Ende. Dein Anfang“ ist ein überaus romantischer Moment, ein zugespitzter Augenblick filmischer Grenzerfahrung, in dem die Empfindungen der Figuren und des Publikums für Sekundenbruchteile in eins fallen: Es ist etwas Fürchterliches geschehen, das unsere Vorstellungskraft sprengt, das man noch nicht ganz zu erfassen vermag. Aber man kann es fühlen. Genau hier, in der Entfesselung der Empfindung, liegt die Kunst der Regie bei „Mein Ende. Dein Anfang“.

Kleine Überschreitungen und Entgrenzungen

Die Regisseurin Mariko Minoguchi, die auch das Drehbuch zu ihrem Filmdebüt geschrieben hat, bietet viele solcher herausgehobener Augenblicke, kleinen Überschreitungen und Entgrenzungen. Mal ist es das furchterfüllte Flehen eines Vaters, dessen Tochter wie aus dem Nichts auf dem Spielplatz zusammengebrochen ist, mal ein Paar, das durch die Stadt rennt, ein Taumel am Rande einer vielbefahrenen Straße, aber auch ein einfühlsam-humorvoller Trost in einer Minute existentieller Angst. Oft regnet es, oft sind diese Momente mit Musik verbunden: Einmal sieht man den von Edin Hasanovic

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