Godfather of Harlem

Krimi | USA 2019 | 500 (10 Folgen) Minuten

Regie: Joe Chappelle

Eine im New York der 1960er-Jahre angesiedelte Gangsterserie um die reale Figur des afroamerikanischen Dealers Ellsworth „Bumpy“ Johnson, der mit seinen Heroin-Geschäften an die Spitze des organisierten Verbrechens in Harlem aufstieg. Die Serie entwirft rund um den legendären Mobster, sein Verhältnis zu Familienmitgliedern und Verbündeten und seine Auseinandersetzungen mit der Konkurrenz der italienischen Mafia ein ebenso vielschichtiges wie stilistisch bestechend umgesetztes Bild der späten Kennedy-Ära, bei dem sich über die Schilderungen von Klassen- und Rassenschranken und Alltagsrassismus auch Verbindungen in die Gegenwart ziehen lassen. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
GODFATHER OF HARLEM
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2019
Regie
Joe Chappelle · Guillermo Navarro · John Ridley
Buch
Chris Brancato · Paul Eckstein
Schnitt
Andrew Mondshein · Susan E. Morse · Daniel A. Valverde · Christopher Rand
Darsteller
Forest Whitaker (Bumpy Johnson) · Lucy Fry (Stella) · Demi Singleton (Margaret Johnson) · Vincent D'Onofrio (Vincent 'Chin' Gigante) · Paul Sorvino (Costello)
Länge
500 (10 Folgen) Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Krimi | Serie

Eine im New York der 1960er-Jahre angesiedelte Gangsterserie um die reale Figur des afroamerikanischen Dealers Ellsworth „Bumpy“ Johnson, der mit seinen Heroin-Geschäften an die Spitze des organisierten Verbrechens in Harlem aufstieg. Ein vielschichtiges Bild der späten Kennedy-Ära mit Forest Whitaker in der Titelrolle.

Diskussion

Eine frühe Szene der ersten Episode präsentiert das Straßenlayout von New York in leichter Vogelperspektive und im milden Licht eines Spätnachmittags als durchaus freundlich-verheißungsvoll: Der Verkehr fließt, alle Wege führen ins Offene, so scheint es – zumindest raus aus dem Knast, weg von Alcatraz. Es geht vorwärts, wird suggeriert, auch für Schwarze, für Frauen… Der Sommer des Jahres 1963: JFK beherrscht das Weiße Haus, die westliche Welt und ganz offensichtlich auch die Wert- und Stilvorstellungen der handelnden (männlichen) Akteure. Es ist jedoch auch eine Welt des Scheins, der Oberfläche und des Bildes, das man ganz wesentlich von sich selbst entwirft: eine sehr US-amerikanische Projektion aus der „Mad Men“-Ära (ein zentraler Drehort dieser Serie, das Stadtapartment Don Drapers, begegnet einem hier wieder als die Wohnung der Hauptdarsteller). Nur die Musik tönt dazu merkwürdig ‚out of tune‘: weniger 1960er-Harlem-Blues als vielmehr eine moderne Mischung anspruchsvollerer Pop- und Rapmusik (die „Black River“-Version von Cruel Youth verdient daraus besonders hervorgehoben zu werden).

Es ist im Ganzen also ein nahezu historischer Moment, in dem wir den alternden Mobster Ellsworth „Bumpy“ Johnson (Forest Whitaker) erstmals kennenlernen. Johnson war eine Schlüsselfigur der internationalen Drogenkriminalität und bereits 1952 wegen Heroinhandels zu einer langjährigen Haftstrafe verurteil wordent; diese hat er zu Beginn der biografischen Serie „Godfather of Harlem“ (Showrunner:

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