Spider in the Web

Spionagefilm | Israel/Belgien/Großbritannien 2019 | 109 Minuten

Regie: Eran Riklis

Weil seine Vorgesetzten einem alten Mossad-Agenten nicht mehr voll vertrauen, stellen sie ihm einen jüngeren Agenten zur Überwachung zur Seite, als er einen brisanten Auftrag ausführt: Als Antiquitätenhändler getarnt, soll er in Belgien eine Firma ausspionieren, die eventuell mit dem Verkauf chemischer Waffen nach Syrien zu tun hat. Der Agententhriller setzt weniger auf Action als auf die Spannungen zwischen den Protagonisten. In der ersten Hälfte verliert er sich noch in Längen, die einer überkomplexen Handlung und einem unentschlossenen Erzähltempo geschuldet sind; die zweite Hälfte nimmt dann mehr Fahrt auf und dient der recht prosaischen Entwirrung der Zusammenhänge. Dank überzeugender Schauspieler und einer ambitionierten Kameraarbeit entfaltet der Film dabei einigen Reiz. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
SPIDER IN THE WEB
Produktionsland
Israel/Belgien/Großbritannien
Produktionsjahr
2019
Regie
Eran Riklis
Buch
Gidon Maron · Emmanuel Naccache
Kamera
Richard van Oosterhout
Musik
Jonathan Riklis
Schnitt
Jessica de Koning
Darsteller
Ben Kingsley (Adereth) · Monica Bellucci (Angela Caroni) · Itay Tiran (Daniel) · Itzik Cohen (Samuel) · Filip Peeters (Jan Martens)
Länge
109 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Spionagefilm | Thriller

Heimkino

Verleih DVD
Concorde (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt., dts dt.)
Verleih Blu-ray
Concorde (16:9, 1.78:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Ben Kingsley als alternder Agent auf heikler Mission in Belgien: Der israelische Regisseur Eran Riklis erzählt erneut aus der Welt des Mossad.

Diskussion

Grün und rosa schillern die Leuchtreklamen auf dem nassen Kopfsteinpflaster. Es ist Nacht in Antwerpen, die Straßen liegen verwaist. Nach einem lakonischen Schusswechsel mit seinen Kontrahenten ist der junge Agent wieder allein. Spiegeln sich die bunten Lichter auch in seinen Augen – oder ist das doch die Melancholie?

Agenten des israelischen Geheimdiensts Mossad residieren in Berliner Wohnungen oder operieren polyglott in Belgien: Europäische Koproduktionen haben den Agententhriller für sich entdeckt. Eran Riklis, der einst in sensiblen, humorvollen Miniaturen wie „Lemon Tree“ oder „Die syrische Braut“ den Nahost-Konflikt examinierte, hat sich seit einiger Zeit ganz diesem Genre verschrieben. 2017 ließ er in „

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