Drama | Neuseeland/USA/Tschechien 2019 | 108 Minuten

Regie: Taika Waititi

Ein zehnjähriger Junge versucht im Dritten Reich ein guter Nazi zu sein, sein imaginärer Freund Adolf Hitler steht ihm mit Rat und Tat zur Seite. Doch plötzlich steckt er in einem Dilemma: Seine Mutter hat auf dem Dachboden ein jüdisches Mädchen versteckt, in das sich der Junge prompt verliebt. Wovon der imaginäre Hitler freilich nicht begeistert ist. Eine nicht gänzlich überzeugende Nazi-Satire, die sich damit begnügt, die Dummheit ihrer bösartigen Figuren lächerlich zu machen und dabei zu häufig in Klamauk abgleitet. Dagegen funktioniert der Film gut als Geschichte ums Erwachsenwerden eines Jungen, um den Verlust der Unschuld, um Mitmenschlichkeit in einer unmenschlichen Zeit, wozu auch die überzeugend aufspielenden HauptdarstellerInnen beitragen. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
JOJO RABBIT
Produktionsland
Neuseeland/USA/Tschechien
Produktionsjahr
2019
Regie
Taika Waititi
Buch
Taika Waititi
Kamera
Mihai Malaimare jr.
Musik
Michael Giacchino
Schnitt
Tom Eagles
Darsteller
Roman Griffin Davis (Jojo) · Thomasin McKenzie (Elsa) · Scarlett Johansson (Rosie) · Taika Waititi (Adolf) · Sam Rockwell (Captain Klenzendorf)
Länge
108 Minuten
Kinostart
23.01.2020
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Drama | Komödie | Kriegsfilm | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
Fox
Verleih Blu-ray
Fox
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Der neuseeländische Filmemacher Taika Waititi mischt Nazi-Satire und Coming-of-Age-Story: Ein kleiner Junge will mit Hilfe seines Freundes Adolf Hitler ein guter Nazi werden - bis er sich in ein jüdisches Mädchen verliebt.

Diskussion

Dass die Verkörperung von Adolf Hitler der Karriere eines Schauspielers nicht unbedingt hinderlich sein muss, bewies zuletzt Oliver Masucci in „Er ist wieder da“. Nun ist es Taika Waititi, bekannt als Regisseur von „Thor: Tag der Entscheidung“, der sich mit Überschwang die Rolle aneignet und gleichzeitig auch hier als Regisseur sowie als Drehbuchautor fungiert. Schmaler Schnurrbart, rechter Scheitel, linke Haartolle: fertig ist die Hitler-Karikatur, die allerdings – soviel als vorweggenommenes Fazit – zu brav und mutlos daher kommt. Es geht neckisch los, statt der berühmten Fox-Fanfare ertönt „Frühlingsstimmen“ von Johann Strauss, nach zahlreichen „Heil Hitlers“ singen die Beatles auf deutsch „Komm, gib mir deine Hand“ zu der Melodie von „I want to hold your hand“, während in Dokumentaraufnahmen zahlreiche Menschen die Hand zum Hitlergruß erheben.

Po

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