Freies Land (2019)

Krimi | Deutschland 2019 | 129 Minuten

Regie: Christian Alvart

Anfang der 1990er-Jahre verschwinden in einem ostdeutschen Dorf zwei Schwestern und werden kurz darauf tot aufgefunden. Zwei gegensätzliche Ermittler übernehmen die Aufklärung, stoßen aber auf eine Mauer des Schweigens, die nicht zuletzt auf der drohenden Abwicklung der örtlichen Fabrik durch einen Westunternehmer begründet zu sein scheint. In die deutsche Wendezeit verlegte Adaption des spanischen Thriller-Dramas „Mörderland“, die der Vorlage teils sklavisch folgt und dadurch tatsächlich atmosphärische Momente erzeugen kann. In Handlung, Darstellerführung und Inszenierung offenbart der Film allerdings deutliche Mängel, die mit zunehmendem Verlauf immer störender hervortreten. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2019
Regie
Christian Alvart
Buch
Christian Alvart · Siegfried Kamml
Kamera
Christian Alvart
Musik
Christoph Schauer
Schnitt
Marc Hofmeister
Darsteller
Trystan Wyn Pütter (Patrick Stein) · Felix Kramer (Markus Bach) · Nora Waldstätten (Katharina Kraft) · Marius Marx (Henner Kraft) · Uwe Dag Berlin (Horst)
Länge
129 Minuten
Kinostart
09.01.2020
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Krimi | Thriller

Heimkino

Verleih DVD
EuroVideo
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In die deutsche Wendezeit übertragene Adaption des spanischen Thriller-Dramas „Mörderland“ über Mordfälle und eine Mauer des Schweigens in einem ostdeutschen Dorf.

Diskussion

Anfang der 1990er-Jahre verschwinden in einem Dorf in der Nähe von Greifswald zwei Schwestern. Die beiden Polizisten Patrick Stein und Markus Bach besuchen das Elternhaus der beiden Schwestern, befragen die Mitschülerinnen und stochern noch im Dunkeln, als die Leichen der beiden in der von Flussarmen durchzogenen Umgebung des Dorfes gefunden werden. Die Leichen tragen Spuren von Misshandlungen. Das Dorf bleibt auch nach dem Fund der Leichen stumm. Keiner will sich zu den Morden äußern. Das Schicksal der örtlichen Fabrik, deren Arbeitsplätze nach dem Verkauf an einen Westunternehmer gefährdet sind, bewegt die Menschen deutlich mehr. Die Ermittler arbeiten in einem Dorf auf Abruf. Wer kann, geht in den Westen zum Arbeiten oder zumindest in eine der großen Städte.

„Freies Land“ von Regisseur Christian Alvart ist angesiedelt inmitten von Umbrüchen, die auch das Ermittlerteam prägen: Stein ist nach Konflikten mit seinen Vorgesetzten in Hamburg in die Provinz geschickt worden, Bach hat eine Stasivergangenheit. Auch sonst sind die beiden grundverschieden: Stein ist eher schmächtig, trägt Wildlederjacke mit Krawatte und adrett frisierte Haare, während der

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