Drama | Deutschland/Niederlande 2019 | 90 Minuten

Regie: Mischa Kamp

Eine Zehnjährige kann der Zeit im Friseursalon ihrer energischen Großmutter nichts abgewinnen, bis die Oma immer stärker Anzeichen von Demenz zeigt und die Enkelin ihr zur Hand gehen kann. Als die alte Frau schließlich in ein Pflegeheim muss, fasst das Mädchen den Beschluss, die Großmutter zu entführen und sie noch einmal in deren Heimat Dänemark zu begleiten. Flott und humorvoll erzählter Kinderfilm, dem das Kunststück gelingt, durchweg Unterhaltsamkeit und Anspruch miteinander zu verbinden. Realistisch und mit viel Feingefühl inszeniert, bildet der Film die Geschichte über Optimismus und Zusammenhalt ruhig und unsentimental ab und wirkt gerade dadurch liebenswert. - Sehenswert ab 10.

Filmdaten

Originaltitel
KAPSALON ROMY
Produktionsland
Deutschland/Niederlande
Produktionsjahr
2019
Regie
Mischa Kamp
Buch
Tamara Bos
Kamera
Melle van Essen
Musik
Jacob Meijer · Alexander Reumers
Schnitt
Sander Vos
Darsteller
Vita Heijmen (Romy) · Beppie Melissen (Stine) · Noortje Herlaar (Margot) · Guido Pollemans (Willem) · George Tobal (George)
Länge
90 Minuten
Kinostart
30.01.2020
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 10.
Genre
Drama | Jugendfilm | Literaturverfilmung

Niederländischer Kinderfilm über die wachsende Nähe zwischen einem Mädchen und seiner an Demenz erkrankten Großmutter.

Diskussion

Romy und ihre Oma sind alles andere als Freundinnen. Eigentlich kennen sie sich kaum, auch wenn sie nur ein paar hundert Meter entfernt voneinander in einer niederländischen Kleinstadt wohnen. Doch seit Romys Mutter mehr arbeitet, muss Oma Stine als Babysitterin herhalten, und das, obwohl sie schon mit ihrem Friseursalon alle Hände voll zu tun hat. Sie ist keineswegs der Typ „verständnisvolle Großmutter“ – im Gegenteil. Romy kommt mit Stines energischer Art überhaupt nicht zurecht. Sie versucht beinahe alles, um sich davor zu drücken, jeden Tag nach der Schule in den Salon zu gehen. Mit der Zeit bessert sich das Verhältnis der beiden, doch erst als Stine entdeckt, dass Romy ihr sogar bei der Arbeit helfen kann, freunden sich die Oma und ihre Enkelin richtig an.

Romys Unterstützung ist bitter nötig, denn Stine wird immer vergesslicher und ihr Verhalten immer merkwürdiger: So spricht sie plötzlich in ihrer Muttersprache Dänisch, sie verlegt alles Mögliche, sogar Geld, und sie vernachlässigt ihr Äußeres. Glücklicherweise erweist sich Romy als sehr hilfsbereit und verständig. Bald kann sie mit Föhn und Lockenwicklern umgehen wie eine gelernte Friseurin, sie geht ans Telefon und macht Termine, sie kümmert sich um

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