Steal
Krimi | USA 2026 |
Regie: Hettie MacDonald
Filmdaten
- Originaltitel
- STEAL
- Produktionsland
- USA
- Produktionsjahr
- 2026
- Produktionsfirma
- Drama Republic/Amazon MGM Studios
- Regie
- Hettie MacDonald · Sam Miller
- Buch
- Sotiris Nikias · Poppy Cogan · Shyam Popat
- Kamera
- Giulio Biccari · Adam Gillham · Gary Shaw
- Musik
- Martin Phipps
- Schnitt
- Matthew Tabern · Sofie Alonzi
- Darsteller
- Sophie Turner (Zara) · Jacob Fortune-Lloyd (DCI Rhys) · Archie Madekwe (Luke) · Andrew Howard (Sniper) · Ellie James (DI Ellie Lloyd)
- Kinostart
- -
- Pädagogische Empfehlung
- - Ab 16.
- Genre
- Krimi | Serie | Thriller
- Externe Links
- IMDb | TMDB | JustWatch
Thriller-Serie um den Überfall auf eine Pensionsfonds-Investmentgesellschaft, bei dem die Angestellten als Geiseln genommen werden und eine von ihnen angesichts der Gefahr ihre Selbstzweifel bezwingen muss.
Auf die Mitarbeiter der Londoner Pensionsfonds-Investmentgesellschaft Lochmill Capital scheint ein ganz normaler Arbeitstag zu warten. Auch die Büroangestellte Zara (Sophie Turner) geht ihren alltäglichen Aufgaben nach. Doch dann stürmt wie aus dem Nichts eine Gruppe schwer bewaffneter Verbrecher das mehrstöckige Gebäude, und aus der Normalität wird ein brandgefährlicher Ausnahmezustand. Ziel des Überfalls ist die Erbeutung von Rentengeldern in Milliardenhöhe. Ausgerechnet Zara und ihr Arbeitskollege Luke (Archie Madekwe) werden aus dem Kreis der Geiseln herausgepickt, um das Geld auf das Konto der Kriminellen zu überweisen.
Ein Hauch von „Heat“
Von Amazon als Heist-Thriller-Serie der Extraklasse angepriesen, kann sich bereits der Auftakt von „Steal“ auch wirklich sehen lassen. Das Tempo und die Wucht der Eröffnungssequenz versetzen den Betrachter mitten ins Geschehen und machen die brachiale Gewalt des Überfalls nahezu spürbar. Beim präzise durchgeplanten Coup maskierter Männer, die nichts dem Zufall überlassen, werden Erinnerungen wach an Michael Manns Action-Klassiker „Heat“. Doch wer steckt hinter dem Überfall? Und waren Insider involviert?
Stück für Stück wird dem Publikum im Folgenden ein bunter Strauß an potenziell verdächtigen Charakteren vorgestellt: Zara und Luke als desillusionierte Bankangestellte, Rhys (Jacob Fortune-Lloyd) als spielsüchtiger Cop sowie ethisch fragwürdig handelnde MI6-Agenten, deren plötzliches Auftauchen eine Verbindung zu höchsten politischen Kreisen vermuten lässt.
Female Empowerment als zentrales Motiv
Die Protagonistin Zara macht so einiges mit: Von der Polizei verdächtigt und schon bald sowohl von Gangstern als auch dubiosen Geheimagenten gejagt, gerät sie zwischen die Fronten. Inmitten der Action findet die Inszenierung aber genug Raum, um Zaras von Selbstzweifeln getriebene Persönlichkeit zu durchleuchten. Unterfordert im Job sowie enttäuscht von ihrem Liebesleben und dem gestörten Verhältnis zu ihrer hasserfüllten Mutter, fragt sich die junge Frau, ob das schon alles war.
Die durch „Game of Thrones“ bekannt gewordene Darstellerin Sophie Turner spielt Zara nuancenreich, indem sie die anfängliche Verletzlichkeit ihrer Figur genauso glaubhaft rüberbringt wie den folgenden Prozess der Selbstermächtigung.
Schießwütig und anfällig für Manipulationsversuche
Auf ihrem Weg dorthin bekommt sie es gleich mit mehreren moralisch verkorksten Männern zu tun. Am deutlichsten wird das bei der Konfrontation mit einem von Andrew Howard verkörperten Antagonisten. Der Waliser spielt in „Steal“ das psychisch labilste und zugleich brutalste Mitglied der Räuberbande. Der schießwütige Gangster macht aus seinem Hass auf Zara (und die Welt) keinen Hehl, ist durch seine ungebremste Wut aber anfällig für Manipulationsversuche.
Auch Zaras enge Verbundenheit mit ihrem Arbeitskollegen Luke wird infolge des Überfalls auf eine harte Probe gestellt, während sich durch die Bekanntschaft mit dem Polizisten Rhys neue Erfahrungshorizonte auftun, anhand derer sie ihren eigenen moralischen Kompass neu ausrichten muss.
Ein Showdown nach Maß
Die zwischenmenschlichen Nebenkriegsschauplätze führen erfreulicherweise nicht dazu, dass das Regie-Duo Hettie Macdonald und Sam Miller den Kriminalplot und die Spannungskurven aus den Augen verliert. Genauso stark wie der Auftakt ist, kann schließlich auch das Finale mit bleihaltiger Action und hinsichtlich der Auflösung rund um die Strippenzieher des Milliarden-Coups mit überraschenden Wendungen punkten.