Volker Schlöndorff wird mit Großem Verdienstkreuz ausgezeichnet

Mittwoch, 26.06.2019

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Regisseur Volker Schlöndorff, der gut ein halbes Jahrhundert deutsche Filmgeschichte mitgeprägt hat und im Frühjahr 2019 seinen 80. Geburtstag feierte, ist am 25. Juni von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland geehrt worden.

Steinmeier ehrte den Filmemacher, der 1965 mit „Der junge Törless“ ein fulminantes Debüt hinlegte und mit seiner Verfilmung von Günter Grass’ „Die Blechtrommel“ eine „Goldene Palme“ in Cannes und einen „Oscar“ gewann, in seiner Laudatio u.a. für seine filmische Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte, im Besonderen mit der NS-Zeit: „Sie haben Texte, Bilder und Geschichten gefunden und erfunden, um sich der Vergangenheit zu stellen. Weil Sie gespürt haben, dass ohne radikal ehrlichen Umgang mit der Vergangenheit auch Gegenwart und Zukunft auf Lügen aufgebaut wären.“

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Außerdem hob Steinmeier lobend Schlöndorffs Rolle als Kulturvermittler zwischen Deutschland und Frankreich hervor, die bereits in Schlöndorffs Schulzeit wurzelte, die der spätere Filmemacher teilweise in Frankreich absolvierte, und nicht zuletzt in seinen Erfahrungen als junger Cineast in Paris im Umkreis der Cinématheque. Der Bundespräsident charakterisierte Schlöndorff als „politischen Menschen“, was sich nicht nur in seinen Filmen niederschlug, sondern auch in seiner Tätigkeit als Leiter des Filmstudios Babelsberg, dessen Neuorganisation er als „vielleicht wichtigste politische Tat“ des Filmemachers bezeichnete.


Die komplette Laudatio des Bundespräsidenten finden sie hier.


Foto: Universum

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