© Amazon Prime (Filmplakat zu "The Diary of a Teenage Girl")

Jugendfilme gegen den Corona-Koller

Freitag, 08.05.2020

Lohnende Jugendfilme und Serien für Corona-Zeiten, in denen das soziale Leben notgedrungen pausiert

Diskussion

Die Schulen sind zu, Partys verboten, die Eltern im Home-Office. Das untergräbt auf Dauer das coolste Stressmanagement. Gut, wenn man dann auf passende Filme oder Serien zurückgreifen kann, die Fenster in andere Welten aufstoßen. Ein paar Tipps für lohnende Jugendfilme gegen Langeweile und Lagerkoller.


Ohne Netflix geht es für viele Teenies eigentlich nicht. Serien wie „Tote Mädchen lügen nicht“, „Stranger Things“ oder „Dark“ verleiten zum Binge-Watching und sind speziell auf ein junges Publikum ausgerichtet. Die Serie „Sex Education“ (mittlerweile ist die 2. Staffel gestartet) ist ein großer Spaß und dabei nie blöd. Daneben lassen sich aber auch einige richtige Filmperlen für Heranwachsende ab 14 Jahren entdecken. Etwa der wunderbare „Okja“ von Regisseur Bong Joon-Ho oder auch das mit einem „Oscar“ ausgezeichneten Drama „Moonlight“ von Barry Jenkins.


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Ein besonders breites Angebot mit Jugendfilmen jüngeren Datums hat der Bezahldienst Amazon Prime, darunter auch viele „Coming-of-Age“-Filme, die nur kurze Zeit im Kino waren und die man sich nun endlich zu Hause ansehen kann. Es sind tief- und zuweilen auch abgründige Filme wie „Blue My Mind“, „Der Nachtmahr“ oder „Ava“, die einen ganz eigenen Zugang zum Erwachsenwerden von Mädchen haben und mitunter sogar Anleihen am Horrorfilm nehmen.


"American Honey" von Andrea Arnold
"American Honey" von Andrea Arnold

Für Jüngere ab 14 Jahren zu empfehlen sind vor allem das Road Movie „Mikro & Sprit“ von Michel Gondry oder die Literaturverfilmung „Ich und Earl und das Mädchen“, die mit leichter Hand über die Freundschaft von zwei cinephilen Jungen zu einem an Krebs erkrankten Mädchen erzählt. Ebenfalls dort abrufbar ist Jonah Hills Regiedebüt, der schön nostalgische Skater-Film „Mid90s“ und Andrea Arnolds „American Honey“ über ein Mädchen, das sich einer Gruppe von jungen Menschen anschließt, die als „Drückerkolonne“ durch die USA reisen.

Es lohnt sich zudem, Videoplattformen wie YouTube oder Vimeo nach VoD-Angeboten für sehenswerte Jugendfilme zu durchzuforsten. Auf dem Vimeo-Kanal von Salzgeber findet sich etwa der österreichische Film „Siebzehn“, der völlig unaufgeregt, aber mit großer Hingabe von einer ersten Liebe erzählt. Spannend auch der Film „Beach Rats“ von Eliza Hittman, die bei der „Berlinale“ für ihr Teenagerdrama „Niemals Selten Manchmal Immer“ mit dem „Silbernen Bären“ ausgezeichnet wurde.

Der kostenlose On-Demand-Dienst Filmfriend der öffentlichen Bibliotheken zeichnet sich durch sein besonders sorgfältig kuratierte Filmprogramm für Jugendliche aus. So findet sich dort Xavier Dolans Sohn-Mutter-Drama „I Killed My Mother“ oder auch „Winter’s Bone“, mit dem Jennifer Lawrence ihren Durchbruch als Schauspielerin schaffte. Und wer Lust auf zwei alte DEFA-Klassiker hat, wird hier mit „Insel der Schwäne“ und „Sie

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