© HR/Bettina Müller

Tatort - Die Ferien des Monsieur Murot

Donnerstag, 12.11.2020

Ulrich Tukur alias Kommissar Felix Murot auf den Spuren von Jacques Tati - bis 22.5. in der ARD Mediathek

Diskussion

Schon bei seinem letzten „Tatort“-Einsatz als hessischer Hauptkommissar Felix Murot wandelte Ulrich Tukur auf den Spuren eines Komödienklassikers, und zwar des 1980er-Hits „Und täglich grüßt das Murmeltier“ (in „Murot und das Murmeltier“). Damit waren die Macher offensichtlich zufrieden und schlagen nun beim neuen Fall in eine ähnliche Kerbe: der Titel „Die Ferien des Monsieur Murot“ spielt auf ein Meisterwerk von Komiker-Ikone Jacques Tati („Die Ferien des Monsieur Hulot“) an und verspricht einmal mehr einen „Tatort“ mit absurden Zuspitzungen und postmodernem Augenzwinkern. „Für mich ist Tati – neben Chaplin, Keaton, Bergmann und Fellini – ein Künstler, der ein cineastisches Gesamtkunstwerk hinterlassen hat, dessen Sinn sich erst mit Kenntnis all seiner Filme erschließt“, so Tukur in einem Interview: „Er ist ein zärtlicher Romantiker, ein Zivilisationskritiker, der mit liebenswürdigem Humor die Absurditäten unserer Existenz aufzeigt.“

In die Fußspuren des bewunderten Franzosen tritt Tukur im „Tatort“ nun sozusagen gleich doppelt, denn sein Kommissar Murot wird darin mit einem Doppelgänger konfrontiert: Beim Urlaub im ländlichen Idyll stößt Murot auf einen Geschäftsmann, der ihm aufs Haar gleicht. Als dieser bald auf verdächtige Weise ums Leben kommt, beschließt Murot kurzerhand, undercover zu ermitteln, indem er in die Rolle des Toten schlüpft. Ein gefährliches, für den Polizisten aber auch ziemlich verlockendes Spiel mit einer anderen Existenz.

Hier geht es zum Film in der ARD Mediathek

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