© Jens Harant

Jack

Samstag, 18.03.2023 13:29

Bewegende Odyssee eines auf sich allein gestellten Jungen in Berlin - bis 15.4. in der arte-Mediathek

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Bevor der aus Wolfsburg stammende Filmemacher Edward Berger durch seine Mitwirkung an US-Serien wie „The Terror“ oder „Patrick Melrose“ und insbesondere durch den Überraschungserfolg von „Im Westen nichts Neues“ in der englischsprachigen Welt international bekannt wurde, ließ er mit kleineren Produktionen durchaus schon aufmerken. So mit „Jack“, der 2014 im Wettbewerb der Berlinale Premiere feierte: Die zehnjährige Hauptfigur (Ivo Pietzcker) ist ein Berliner Junge, der weitgehend allein für sich und seinen kleinen Bruder Manuel (Georg Arms) sorgen muss, weil ihre alleinstehende Mutter Sanna (Luise Heyer) keine Verantwortung übernimmt. Nach einem Unfall Manuels kommt Jack in ein Heim, wo er schikaniert wird, ausreißt und sich auf die Suche nach seiner Mutter macht.

Ein bewegendes Drama, ganz zugeschnitten auf die Sichtweise seiner großartig gespielten Hauptfigur, das mit eindrücklichen Bildern von einer traurigen Kindheit erzählt, auch wenn die Odyssee durch eine stets gleichgültige Erwachsenenwelt zunehmend unglaubwürdiger gerät. – Ab 12.

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