Nach der Geburt ihres Sohnes Turo erfahren Sonny (Elliott Crosset Hove) und Akiko (Rila Fukushima), dass ihr Kind aufgrund einer Genmutation nur wenige Monate leben wird. Während Akiko verzweifelt, sucht der Computerwissenschaftler Sonny zunehmend obsessiver nach einer Heilungsmöglichkeit. Dabei greift er auch auf eine von ihm mitentwickelte Künstliche Intelligenz mit außerordentlichen Fähigkeiten zurück und überschreitet dabei die Grenzen der Vorsicht.
Er beginnt, medizinische Daten von Toru in die KI zu speisen, umgeht damit Regeln und verschiebt so die Grenzen seines Projekts. Je größer seine Verzweiflung wird, desto stärker geraten Familie, Arbeit und ethische Grundsätze unter Druck. In der virtuellen Welt der KI, die als androgynes Wesen auf einer einsamen Insel Gestalt annimmt, spiegelt sich Sonnys zunehmende Obsession. Aus dem Versuch, ein Leben zu retten, entwickelt sich ein riskantes Experiment mit unüberschaubaren Folgen.
Der Film von Simon Jaquemet vermischt das Drama um einen diagnostizierten Kindstod mit Science-Fiction-Elementen und setzt die Sphären von Zuhause, Arbeitsplatz und KI-Welt durch markante visuelle Kontraste voneinander ab. Für die Bildgestaltung von Gabriel Sandru wurde der Film mit dem Schweizer Filmpreis ausgezeichnet. Die sich aufdrängenden ethischen Fragen werden in dem unterkühlten Werk allerdings nur oberflächlich gestreift. - Ab 16.